Michael Mittermeier Versöhnung mit der Schweiz

  • Publiziert: 12.12.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Tino Büschlen

Wie Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal nach dem Besuch einer Moschee seine Meinung änderte.

Wohl kein anderer deutscher Komiker ist in der Schweiz so beliebt wie Michael Mittermeier (43). Deshalb scheint es angebracht, dass er gestern am Arosa Humor-Festival den «Humor-Füller 2009» erhielt.

«Solange ich als Ausländer in der Schweiz einen Preis bekomme, ist es immer noch ein wunderbares Land», sagt Mittermeier. Im Vorfeld kritisierte der Bayer das Minarettverbot, bezeichnete vor allem die Kampagne als «menschenverachtend».

«Solange ihr mich nicht in Fussfesseln legt und einsperrt, arbeite ich weiterhin sehr gerne hier», so Mittermeier in einer Anspielung auf die Verhaftung Polanskis.

«Michael Mittermeier ist ein begnadeter Beobachter des Zeitgeschehens mit einem messerscharfen Humor», begründet Pascal Jenny (35), Tourismusdirektor von Arosa, die Wahl.

Weshalb der Preis ein Füller ist, erklärt Frank Baumann (52), künstlerischer Leiter des Festivals: «Es ist kein Preis, der in einer Ecke verstaubt, sondern ein exklusives Werkzeug, mit dem der Gewinner an neuen Programmen schreiben kann.»

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