Das gabs noch nie: Beim gestrigen «Tatort» wurde der Fall nicht vollständig gelöst – die TV-Zuschauer müssen selbst als Kommissare agieren.
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Tatort+: Das Spiel zum aktuellen «Tatort».
Spannend war er ja, der Ludwigshafener «Tatort» «Der Wald steht schwarz und schweiget»: Komissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) wurde von fünf Juggendstraftätern als Geisel genommen, ein Gewaltmarsch durch den Pfälzerwald bringt die Entführer und die Polizistin an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Der Grund für die Flucht: Die Jugendlichen hatten vorher einen Erzieher ermordet. Doch am Ende kommt alles gut: Odenthal wird befreit und die Straftäter gefasst – nur das Wichtigste wird nicht aufgeklärt: Wer hat den Erzieher nun vom Felsen gestürzt?
Die Jungs halten zusammen und schweigen sich aus. Jeder der fünf kommt in Frage. Da kommt der Zuschauer ins Spiel: Der Mörder muss nun in einem Online-Spiel gefunden werden, das gestern um 21.45 Uhr, direkt nach dem Krimi, startete. Damit will die ARD die Zuschauer ins Netz locken.
In dem Spiel können die Online-Ermittler Spuren nachgehen, Zeugen und Verdächtige befragen. Bei den Ermittlungen sind sie Teil des Teams des SWR-Tatorts aus Ludwigshafen. Sie bekommen Unterstützung durch den Kriminaltechniker Becker und die gute Seele des Kommissariats, Frau Keller. Auch Lena Odenthal begleitet die Ermittlungsschritte und gibt Hinweise. In dem Spiel ist es sogar möglich, sich mit anderen Online-Ermittlern auszutauschen: per Facebook und Twitter.
Doch warum das Ganze? Eine ARD-Sprecherin sagte der «Bild»: «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die ‹Tatort›-Fans nach der Sendung ein grosses Interesse an den kriminalistischen Einzelheiten haben. Deswegen gibt es diesmal eine Fortführung des Falls im Internet.»
Wer Lust hat, kann noch bis zum 20 Mai, um 20:15 Uhr mitspielen und seine Fähigkeiten als Ermittler unter Beweis stellen. Der Einstieg ist über: tatort.de/tatortplus, facebook.com/Tatort, twitter.com/tatort möglich. (rlk)