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Der Super Bowl ist ein Sport-Event der Superlative: Jedes Jahr schauen sich etwa 90 bis 140 Millionen Amerikaner das Finale der American-Football-Profiliga live im Fernsehen an. Doch nicht immer läuft dabei alles rund: 2004 sorgte Janet Jackson mit der durch Gesangspartner Justin Timberlake freigelegten Brust für das Nipplegate. Und im letzten Jahr flimmerte bei einem Kabelsender statt dem Leder-Ei ein Porno über die Bildschirme.
Und jetzt das. Sperren Sie Ihre Kinder ein! Mit Handzetteln warnt eine Gruppe in Süd-Florida vor Sexualstraftätern. Diesmal vor einem bekannten Gesicht: Pete Townshend, dem Frontmann von «The Who».
Er wird nächste Woche in Miami zur Halbzeit-Show des American Football-Finals Super Bowl erwartet. So steht auf dem Steckbrief geschrieben: «Townshend ist britischer Staatsbürger, der seit 2003 in seiner Heimat als Triebtäter für den Tatbestand der Kinderpornographie registriert ist.»
«Protect Our Children» hatte in den letzten Monaten bereits die Immigrationsbehörden vergeblich ersucht, den Musiker nicht in die USA einreisen zu lassen.
Für die öffentliche Sicherheit betreibt die Organisation nun öffentlich eine Hetzjagd gegen den Musiker. Fakt ist jedoch, dass der Sänger nie verhaftet, sondern nur ermahnt wurde, weil er eine Internet-Seite besucht hatte, die auch Werbung für Kinder-Pornos machte. Er selbst beteuert, er sei bloss zu Recherche-Zwecken auf dieser Site gewesen. Denn Townshend engagiert sich schon seit Jahren für Kinder und gab schon etliche Konzerte, deren Erlös er den Stiftungen spendete. (ghd)