Bunny-Mord Tötete Jenkins das Playboy-Model aus Eifersucht?

LOS ANGELES/VANCOUVER – Die Jagd ist vorbei, der Mörder ist tot. Brachte Jenkins das Bikini-Model aus Eifersucht um? Neue Erkenntnisse im Mordfall Fiore erschüttern Amerika.

  • Publiziert: 24.08.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play Jasmine Fiore (†28) heiratete ihren späteren Mörder Ryan Alexander Jenkins (†32) in Las Vegas. (AP)

Ryan Alexander Jenkins ist tot. Am Sonntag fand ein Motel-Angestellter seine Leiche (wie Blick.ch berichtete). Der Reality-TV-Star erhängte sich an seinem Gürtel in Hope, rund 30 Kilometer östlich von Vancouver.

Hoffnung gab es für den mutmasslichen Mörder von Jasmine Fiore (†28) keine mehr. Acht Tage zuvor fand ein Passant den blutdurchtränkten Koffer mit der Leiche seiner Ex-Frau auf einer Müllhalde in Los Angeles. Grausame Details zeigen: Der Täter ging besonders skrupellos vor. Sein mögliches Motiv: Eifersucht.

Noch am 13. August – einen Tag vor Fiores Verschwinden – checkte das Paar gemeinsam in einem Hotel in San Diego ein. Ein Bekannter des Paares behauptet, die beiden hätten sich heftig gestritten. Ein SMS des Playboy-Bunnys an ihren Ex-Freund könnte der Grund für Jenkins heftigen Wutausbruch gewesen sein.

Am nächsten Morgen ckeckte der 32-Jährige aus. Überwachungskameras zeigen, wie Jenkins das Hotel verlässt – alleine. In der Hand einen grossen Koffer, in dem sich vermutlich bereits seine ermordete Ehefrau befand, wie der Internetdienst «TMZ» berichtet. Danach flüchtete der mutmassliche Mörder. Erst mit dem Auto bis zum Hafen und dann mit seinem Boot bis zur kanadischen Grenze.

Besonders grausam: Der Täter verstümmelte sein Opfer. Um die Identifikation der Leiche zu erschweren, zog er ihr sämtliche Zähne und schnitt ihr die Finger ab. Die Beamten erkannten das Opfer jedoch anhand der Seriennummer ihrer Brustimplantate als Jasmine Fiore. Eine 28-Jährige, die den Traum der grossen Schauspielkarriere träumte und sich als Unterwäsche- und Playboy-Model ihren Lebensunterhalt verdiente.

Doch was im Blutbad endete, begann im März dieses Jahres mit einer romantischen Spontan-Hochzeit in Las Vegas kurz nach dem Kennenlernen. Dort lernten sich Jenkins und Fiore kennen und lieben. Laut Berichten in amerikanischen Medien wollte sie die Ehe bereits im Mai annullieren. Ob sie Angst vor ihrem Mann hatte? Denn dieser war bereits mehrfach wegen Körperverletzung und häuslicher Gewalt vorbestraft.

Nach dem Bruch versuchte Jenkins alles, um seine Frau zurück zu gewinnen. Nach Dreharbeiten zu einer Reality-Show in Mexiko versöhnte sich das Paar: «Er überzeugte sie, dass er der Richtige für sie ist. Er schrieb Gedichte, Geschichten und Gebete und behauptete, er hätte eine spirituelle Offenbarung erlebt», erzählt ein Freund.

Und jetzt stahl sich der mutmassliche Täter mit seinem Selbstmord aus der Verantwortung. Eine schlimme Situation für die Familie, findet die kanadische Polizeisprecherin: «Die Familie des Opfers hat nicht nur eine geliebte Person verloren. Der Mörder kann nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden.»

Auch für das amerikanische Fernsehen hatte der Mord Konsequenzen: Die Reality-TV-Show «Megan Wants A Millionaire», in der Ryan Alexander Jenkins zuletzt noch um die Gunst einer materialistischen Blondine buhlte, nahm der Sender mittlerweile aus dem Programm. Eine andere bereits abgedrehte TV-Show wird vermutlich noch vor der Erst-Ausstrahlung abgesetzt. Zu Recht. (b3i)

play Das Paar in glücklichen Zeiten. Tötete Jenkins seine Frau später aus Eifersucht? (AP)

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