LUDWIGSHAFEN - Ulrike Folkerts prophezeit: Ihr neuer Kollege, Kommissar Til Schweiger, machts nicht lange.
Das Feuer ist eröffnet – noch bevor Til Schweiger (48) den Dienst als «Tatort»-Kommissar angetreten hat. Ulrike Folkerts (51), die in Ludwigshafen ermittelt, schiesst gegen den Kollegen.
Folkerts ist die dienstälteste Fahnderin, seit 1989 als Lena Odenthal dem Verbrechen auf der Spur. Sie prophezeit in der «Hamburger Morgenpost»: Til Schweiger machts nicht lange. «Der wird eine Riesen-Quote kriegen, und der macht das einmal, vielleicht zweimal. Und ich sage Ihnen: Ein drittes Mal – und dann ist die Sache vielleicht schon wieder ausgestanden.»
Warum das Misstrauen? «Der macht lieber Kinofilme. Wir werden sehen, ob ihm der ‹Tatort› so reizvoll erscheint wie seine Kinofilme.» Schweiger, Schöpfer von Kassenschlagern wie «Keinohrhasen» oder «Kokowääh», geht als Ermittler in Hamburg an den Start. Die Dreharbeiten beginnen im September. Ihm zur Seite: Fahri Yardim (32), der Schweigers deutsch-türkischen Kollegen spielt. Folkerts skeptisch. «Der wird türkische Macken haben, damit wir immer erkennen, dass es ein Türke ist. Ist zumindest zu befürchten.»
Einmal in Fahrt, holt Folkerts zum Rundumschlag aus, kritisiert Klischees im «Tatort»: «Wenn einer Ahmed heisst, ist er Dönerverkäufer oder Gemüsehändler.» Die Qualität der Drehbücher sinke. Auch die Rolle der Lena Odenthal müsse man auffrischen. Denn: «Ich finde es selbst gerade ein bisschen langweilig.» (aau)