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Sie wollte ihre Karriere voran treiben – und zog in die Schweiz. Alena Gerber aus München ergatterte sich einen Moderationsjob in der Internet-TV-Show «usgang.tv». Kaum hat sie aber die erste Moderation ins Mikro gezwitschert, bläst ihr schon rauer Wind entgegen.
Die SVP hat nämlich was gegen die vollbusige Blondine: «Wir haben es nicht gern, wenn man sich mit hochgeschliffenem Deutsch einmischt», sagt SVP-Nationalrat Hans Fehr (62) zu Blick.ch. Es gäbe doch genug Schweizer, die moderieren könnten. Er sehe als Köpfe in den Schweizer Medien lieber Schweizer und keine Deutschen: «Man fühlt sich sonst immer dominiert von denen», begründet Fehr.
Für Erich Hess von der Jungen SVP ist der Fall klar: «Die Mentalität der Deutschen ist nicht die gleiche wie bei uns.» Und gerade im Journalismus sei es doch wichtig, dass man die Gepflogenheiten des Landes kenne. «Es arbeiten sowieso schon zu viele Deutsche in der Schweiz. Und das, obwohl es genug Schweizer gibt», sagt Hess.
Fliegt die 20-Jährige jetzt aus dem Schweizer Internetfernsehen, weil sie kein Schweizerdeutsch spricht? Eigentlich fühle sie sich hier sehr wohl, sagt Gerber in der «Bild». «Mir ist aber bereits in der Bewerbung für eine Show mitgeteilt worden: Um in seriösen Sendungen in der Schweiz Erfolg zu haben, muss man unbedingt Schwyzerdütsch sprechen.»
Was denken Sie: Dürfen Deutsche in der Schweiz auf Hochdeutsch moderieren? Oder hören Sie lieber Schweizerdeutsch auf allen Kanälen? Debattieren Sie mit!
Alena Gerber warb mit diesem Plakat für «usgang.tv». Es war zu sexy – und musste aus dem Strassenbild verschwinden.- ZVG