Spital-Teenies erobern TV Darum lieben alle «Club der roten Bänder»

Der Vox-Erfolgshit «Club der roten Bänder» startete diesen Monat bereits mit der zweiten Staffel. Was macht die preisgekrönte Serie so erfolgreich?

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Teleshopping-Zeichen statt Explosionen «4+» drückt Terminator seinen...
2 «Die waren in meiner Vagina!» Albinopython beisst Kader Loth
3 Honey versagt bei Weichei-Aufgabe Im Dschungel fliesst Schweiss,...

TV

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Die Vox-Serie «Club der roten Bänder» über eine Gruppe Jugendlicher im Spital war 2015 der TV-Überraschungshit. Die Sendung wurde bereits mit dem Grimme-Preis, dem Jupiter Award und dem New-Faces-Sonderpreis ausgezeichnet.

Patienten statt Ärzte stehen im Vordergrund

Doch was macht den «Club der roten Bänder» so unglaublich beliebt? Im Gegensatz zu altbekannten Spital-Serien wie «Grey’s Anatomy» oder «Dr. House» stehen im «Club der roten Bänder» nicht die Ärzte, sondern die berührenden Schicksale der jungen Patienten im Vordergrund.

Da ist der Anführer der Gruppe, Leo (Tim Oliver Schultz, 28), dem wegen einer Krebserkrankung ein Bein amputiert werden musste. Oder Emma (Luise Befort, 20), die gegen ihre Magersucht kämpft.

Auch Jonas (Damian Hardung, 18) hat Krebs und Toni (Ivo Kortlang, 22) landet wegen eines Töffunfalls im Spital. Der fiese Alex (Timur Barels, 21) ist schwer herzkrank, und Hugo (Nick Julius Schuck, 15) liegt im Koma.

Die jungen Patienten müssen sich nicht nur mit ihren Krankheiten auseinandersetzen, sondern auch mit ihren privaten Problemen. Sie verlieben sich, streiten sich und versöhnen sich wieder. Die ehrlich erzählten Geschichten treffen die Zuschauer mitten ins Herz, sie können sich über die Erfolge der Patienten freuen und leiden bei Rückschlägen mit ihnen.

Nele Schepe spendet ihre Haare

Neu mit dabei ist Lucas Reiber (23) und Jungschauspielerin Nele Schepe (22). Für ihre Rolle als Krebspatientin musste sie sich von ihrer langen blonden Wallemähne trennen und sich vor laufender Kamera eine Glatze rasieren. Der Zeitung «Bild» erklärt Schepe: «Ich möchte meine Haare für eine Perücke spenden. Vielleicht können sie einem Krebspatienten helfen, sich zumindest optisch etwas besser zu fühlen.»

Wahre Geschichte

Die Geschichte beruht auf den tatsächlichen Erlebnissen des spanischen Theater- und Drehbuchautors Albert Espinosa (43). Im Alter von 14 Jahren erkrankte er an Knochenkrebs und verbrachte die folgenden zehn Jahre in Spitälern. Im Kampf gegen den Krebs verlor er ein Bein und Teile seiner Lunge und seiner Leber. Statt aufzugeben, tat er sich mit fünf anderen sterbenskranken Jugendlichen zusammen und gründete den Club der roten Bänder.

Die Serie schlägt mit ihren fiktiven Figuren also auch eine Brücke ins wahre Leben. Und das ist wohl auch einer der Gründe, warum der «Club der roten Bänder» so ein grosser Erfolg ist. (paf)

Publiziert am 27.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden