So wurde Piero von Big Brother durchleuchtet

  • Publiziert: 16.07.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Gabriel Brönnimann
play Als Piero in den Container ging, wusste RTL alles über ihn. (Christoph Reichwein)

Die SF-Panne mit seiner Réduit-Show würde RTL2 nie passieren. Warum, erklären «Big-Brother»-Boss Rainer Laux (47) und Piero Esteriore (31), der die scharfen Kontrollen selbst durchlief.

Wer Abend für Abend vor der ganzen Nation ausgestellt wird, der sollte seinem Arbeitgeber – dem Fernsehen – bekannt sein. Sonst wirds peinlich. Wir fürs SF im Fall des Festungs-Kadis Alfred Strahm (58) (Blick.ch berichtete).

Big Brother überprüft gründlich

RTL wäre das nicht passiert. Rainer Laux, Delegated Producer von Endemol Deutschland, zu BLICK: «Seit der 1. Staffel Big Brother überprüfen wir jeden Kandidaten gründlich. Wir führen lange Interviews, durchleuchten ihn und seine Vergangenheit. Mehr als es ihm vielleicht lieb ist. Nach einem Gesundheitscheck folgt das Gespräch mit einem Psychologen.»

Das ist erst der Anfang. Laux: «Zusätzlich verlangen wir die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnis. Wer uns ein A für ein U vormachen will, muss schon ein sehr guter Schauspieler sein, um seine Geschichte weiter zu spielen. Vorsätzliche Lügner oder dreiste Betrüger zu entlarven ist selbstverständlich so schwierig wie im wahren Leben.» Piero Esteriore weiss, wovon Laux spricht – er musste sämtliche Checks durchlaufen.

Über Jugendsünden kann man hinwegsehen

Der Sänger zu BLICK: «Man wird komplett auseinandergenommen. Die wollten alles sehen: Betreibungsauszug, Bankbelege, Strafregisterauszug – sogar den Geburtsschein und den Sorgerechtsschein meiner Tochter. Du legst die Karten komplett auf den Tisch. Aber das ist gut: So beweist du, dass du nichts zu verbergen hast, alle wissen, woran sie sind.»

Dass man sich derart für die Vergangenheit interessiert, heisst aber nicht, dass die Weste blütenweiss sein muss. Man will einfach nicht, dass schlimme Verbrecher ins Programm geraten – und man will Überraschungen jeder Art vermeiden. Laux: «Über kleine Jugendsünden in der Vergangenheit kann man gewiss hinwegsehen. Das Wichtigste ist nur, dass wir die Geschichte kennen und darauf reagieren können.»

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