Olympia auf SF Sind Ostschweizer die neuen Walliser?

  • Publiziert: 23.02.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Das Schweizer Fernsehen schlägt bei Olympia neue Töne an. Bei den Spitzen-Athleten in Vancouver dominiert das «spitze A».

Lukas Studer und Paddy Kälin in den Studios, Dani Kern und natürlich Matthias Hüppi als Kommentatoren: In Vancouver an der kanadischen Westküste dominiert der Ostschweizer Dialekt.

Eine klare (Laut-)Verschiebung beim Schweizer Fernsehen. Schliesslich war am Leutschenbach lange Zeit Walliser Dialekt Trumpf. Nicht so bei den Olympischen Spielen. Der einzige Moderator aus dem drittgrössten Schweizer Kanton ist Rainer Maria Salzgeber.

Und andere Walliser Moderatoren sind auf SF nicht mehr so präsent wie auch schon: Fabienne Pfammatter – ehemals «Leben live» – ist mittlerweile am Sonntagnachmittag bei «Horizonte» zu sehen. Patrick Rohr moderiert nach seinem «Quer»-Ausstieg ebenfalls sonntags «Standpunkte». Und Teilzeit-Walliser Sven Epiney zählt halt doch eher als Berner.

Will man beim Schweizer Fernsehen etwa eine gewisse Region auf Kosten einer anderen stärken? Mediensprecher David Affentranger winkt ab: «Das Schweizer Fernsehen stellt die Leute nach ihren fachlichen Qualifikationen an, nicht nach ihrer Herkunft. Und insgesamt sind an den olympischen Spielen 21 Personen für das Schweizer Fernsehen am Bildschirm präsent. Da kommt garantiert niemand zu kurz.»

Nichts mit Kantönligeist am Leutschenbach also – die olympischen Medaillen zählen schliesslich auch für die ganze Schweiz. (zeb)

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