«Cover me» ist «Dure bi rot» SF schockt mit Menstruations-Song!

Rapper Baba Uslender hat aus Toni Vescolis Ohrwurm «Scho root» einen Perioden-Song gemacht. SF zeigt ihn heute – unzensuriert.

  • Publiziert: 12.07.2012
  • Von Peter Padrutt
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Baba Uslender, Knackeboul und Toni Vescoli (v.l.).

(SRF)

Dafür hätte er die rote Karte verdient: Balkan-Rapper Baba Uslender hat aus Toni Vescolis Ohrwurm «Scho root» in einen Menstruations-Song verwandelt. Das Schweizer Fernsehen strahlt ihn heute Abend in der Sendung «Cover me» (SF1, 22.20 Uhr) aus.

Es gibt Lieder, die sich im Gedächtnis eingebrannt haben, nicht nur auf Grund der süffigen Melodie, auch wegen des Textes: «Über den Wolken» von Reinhard Mey gehört dazu, «O läck du mir» vom Trio Eugster, «Das chunnt eus spanisch vor» von Maja Brunner oder eben «Scho root» vom legendären «Swiss Beatle» Toni Vescoli, der am 18. Juli 70 wird.

Toni Vescoli gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Rockmusikern. Mit den von ihm gegründeten «Les Sauterelles», die dieses Jahr das 50-Jahr-Jubliäum feiern, schrieb er Schweizer Musikgeschichte.

Heute Abend ist er Gast in der Sendung «Cover me». Darin nehmen Rapper alte Hits von Schweizer Showlegenden neu auf – und umgekehrt. Balkan-Rapper Baba Uslender (21) hat darin die Aufgabe gefasst, Vescolis Hit «Scho root» zu covern. Es fängt schon damit an, dass der Rapper aus Hochdorf LU keinen blassen Schimmer hat, wer Vescoli ist. Auch Moderator Knackeboul (30) schüttelt nur den Kopf. «Ich kenne seine Musik nicht», sagt der SF-Mann.

Als Baba Uslender und Knackeboul den Altrocker zuhause in Wald ZH besuchen, geht es munter so weiter. Er werde jetzt 70, erklärt Vescoli. Und der Rapper meint trocken: «Nicht schlecht. Kannst du noch gehen?»  Als er ihn dann auch noch als Schlagersänger bezeichnet, lupft es Vescoli den Deckel. «Schlager – gehts eigentlich noch?», sagt er genervt.

Nach einer Woche Arbeit präsentiert Uslender dann Toni Vescoli seine Coverversion von «Scho root». Darin geht es in der Originalversion um einen Mann, der immer rot sieht – am Morgen beim Rasieren, beim Sünnele, vor der Ampel. Und was macht der Rapper daraus? Er zielt unter die Gürtellinie. In seiner Fassung geht es vor allem darum, dass ein Mann davon singt, dass er ein Jahr keinen Sex mehr hatte. Dann kriegt er eine ins Bett, die nackt neben ihm liegt. Er hebt die Decke und entdeckt einen riesigen Flecken. Grinsend singt er dann: «Scho root?»

Lustig, doof oder primitiv? Toni Vescoli lässt sich in der Sendung nichts anmerken. Er ist halt ein anständiger Kerl. «Ich habe eine dicke Haut. Babas Text ist halt gewagt – heute darf man so was vielleicht machen», sagt er zu Blick.ch. «Aber ein Schlagersänger bin ich definitiv nicht!»

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