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Egal ob pelzig oder blank, kurz oder lang, ledrig oder straff: SF will sie alle haben – Menschen, die sich gern hüllenlos vor der Kamera zeigen.
Darum hat das SF auf der Szenen-Plattform Ronorp ein Inserat geschaltet. Gesucht werden «Menschen jeden Alters und jeder Statur, die sich für einen völlig natürlichen Akt aufnehmen lassen.»
Dok-Chef Christoph Müller bekommt das nackte Grausen, wenn er Gerüchte hört, SF plane einen gebührenfinanzierten Porno. «Der Film wird ganz seriös», präzisiert er. «Im Film geht es um den Körperkult in der Schweiz. Noch nie war zur Schau getragene Körperlichkeit so ausgeprägt wie heute.»
In welche Nacktbezirke SF genau spannt – darüber hielt sich Müller gestern bedeckt.
Es ist anzunehmen, dass vom Nacktwandern über Aktmalerei bis zur Werbung ganz verschiedene Themen behandelt werden. «Wir befinden uns in einem rollenden Prozess», sagt er.
Eine Strip-Gage werde den Teilnehmern nicht bezahlt, erklärt Müller unverhüllt.
Gedreht wird der Nackt-Dok, der im Herbst ausgestrahlt wird, vom renommierten Filmer Pino Aschwanden. Er zog schon unsere Nachbarn aus: «Die Deutschen kommen» war ein Film, der unter die Haut ging. «Aschwandens Sensibilität wird verhindern, dass er in die Falle des Ordinären tappt», ist sein Chef Müller sicher.
Auffallend ist, dass SF in letzter Zeit oft mit nackter Haut auf Quotenfang ging: Im April erzählten sexsüchtige Porno-Darstellerinnen, notorische Fremdgängerinnen und Nymphomaninnen aus ihrem Leben. Dann zeigte «Reporter» ein Porträt einer Prostituierten, die völlig behütet aufwuchs. Und kürzlich sorgte ein Film über onanierende Frauen für rote Ohren.
Wird Dok zur textilfreien Zone? «Nein wir sind keine Sexsendung», hält Müller fest. «Die UBS ist uns genauso wichtig.»
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Per Textinserat sucht das Schweizer Fernsehen auf Ronorp Leute für den Dokfilm. Beim Künstler Spencer Tunick finden sich stets viele Freiwillige ein. (zvg)