«Frauentausch»-Kandidatin Corinna (25) ist chronisch krank «Sex ist für mich Therapie»

Ihr freimütiger Auftritt in der Dokusoap «Frauentausch» gab viel zu reden: Corinna Stämmeli zeigte am TV ihre Sexspielzeuge. Doch was wie eine Provokation aussah, hat einen tiefen Grund.

  • Publiziert: 06.02.2012, Aktualisiert: 08.02.2012
  • Von Peter Padrutt
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Corinna und Andy Stämmeli sprachen am TV offen über Sex und zeigten ihre Sammlung an Erotik-Spielsachen.

(Peter Gerber)
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So stand es gestern im BLICK.

Ihr freimütiger Auftritt in der RTL-2-Dokusoap «Frauentausch» gab viel zu reden: Corinna Stämmeli (25), Hausfrau aus Kleinlützel SO und Mutter von Gina (4) und Lucy (2), zeigte am TV ihre Sexspielzeuge, liess sich beim Kuscheln in Reizwäsche filmen. Doch was wie eine Provokation aussah, hat einen tiefen Grund.

«Man liess mich in der Sendung nicht über alles reden», beginnt sie vorsichtig zu erzählen. Auch wenn man es ihr nicht ansehe – sie leide nämlich unter einer schweren Krankheit. «Viele können es vielleicht nicht verstehen, aber Sex ist für mich Therapie. Wenn ich Lust und Leidenschaft erlebe, vergesse ich die Welt um mich herum», erklärt Corinna Stämmeli.

«Ich bin fast verblutet»

Die Ärzte hätten nie genau herausgefunden, worunter sie genau leide. Viele Symptome sprächen für Morbus Crohn, andere für eine Colitis Ulcerosa – beides schlimme Krankheiten. «Ich war schon oft im Spital, muss starke Medikamente nehmen», so Stämmeli.

«Immer, wenn mein Gewicht unter 50 Kilos fällt, muss ich sofort ins Spital», erzählt die 1,62 Meter gros­se Solothurnerin. Aber ihr Mann Andy (33) müsse sie immer dazu zwingen. «Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich meine Familie allein zu Hause lassen muss.»

Sie habe oft Angst gehabt, sagt die junge Mutter. «Als meine zweite Tochter zur Welt kam, ist der Mutterkuchen zerrisssen. Ich bin fast verblutet.»

Andy ist eine grosse Stütze

Überhaupt denke sie oft an den Tod. «Ich weiss, dass ich jederzeit einen Durchbruch erleiden könnte. Man sagte mir, dass ich daran sterben kann», erzählt sie leise.

Trotzdem lässt Corinna Stämmeli den Kopf nicht hängen. Andy sei eine grosse Stütze in ihrem Leben.

«Vor allem ist es für mich schön zu spüren, dass er mich trotz meiner Krankheit körperlich begehrt», sagt sie. Andere Paare hätten vielleicht zwei-, dreimal pro Woche Sex. «Wenn es meine Gesundheit zulässt, kann es sein, dass wir fast täglich zusammen schlafen», sagt sie. Aber ihr geschwächter Körper lasse das halt im Moment nicht zu. «Aber ich hoffe, dass es bald wieder besser wird», sagt sie mit einem Lächeln.

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