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«Ich habe kein Problem mit meiner sexuellen Ausrichtung. Ich stehe dazu.» So offen spricht der neue «Tagesschau»-Moderator Mario Grossniklaus, der am Montag erstmals auf Sendung geht, im «Blick» über seine Homosexualität. Damit ist der 33-Jährige beim Schweizer Fernsehen in guter Gesellschaft. So machen auch Sven Epiney («al dente», «5 gegen 5») und Moderator Kurt Aeschbacher kein Geheimnis aus ihrer Neigung.
Genervt reagiert dagegen Marco Fritsche, Moderator der 3+-Kuppel-Show «Bauer, ledig, sucht…», beim Thema Outing: «Willkommen im Jahr 2010! Der Beruf hat doch nichts mit dem Privatleben zu tun. Es geht niemanden etwas an, mit wem ein ‹Tagesschau›-Sprecher oder eine -Sprecherin schläft!»
Das Schweizer Fernsehen will auf dieses Thema nicht näher eingehen. Sprecher Marco Meroni: «Bei der Anstellung spielt weder die sexuelle Ausrichtung noch die Konfession, noch die kulturelle Herkunft eine Rolle. Die Person muss für den Job qualifiziert sein. Und das ist Mario Grossniklaus.»
Die sexuellen Vorlieben von Grossniklaus auf den Tisch brachte das Magazin «Display». Doch wieso hat das Gay-Heft den Moderator überhaupt geoutet? Geschäftsleiter Spyros Petridis will Hilfestellung fürs Coming-Out leisten. «Wenn sogar der TV-Nachrichtensprecher schwul ist, dann können sich Junge leichter outen. Der Moderator hat eine Vorbildfunktion», ist er überzeugt. Und er fordert: «Schwule sollen zu sich stehen und keine Angst vor einem Outing haben!»
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Offen: Mario Grossniklaus steht zu seiner Homosexualität. (SF/Oscar Alessio)