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Die «DGST»-Jury mit DJ Bobo, Christa Rigozzi und Roman Kilchsperger.
(SRF/Oscar Alessio)
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Mehrere Mitglieder der Gruppe Special Elements tanzten schon mit Bobo.
(SRF/Paolo Foschini)Seit gestern steht fest: Die sechs jungen Basler Tänzer von Special Elements stehen im Halbfinale von «Die grössten Schweizer Talente». Dort sitzt als Juror auch ihr grosser Förderer: Vier der Jungs bestritten schon professionelle Auftritte mit DJ Bobo (44) oder drehten gar Videoclips mit ihm. «Er fragt uns jeweils an, ob wir mit ihm tanzen wollen», sagt Simon Walti (24), Koordinator der Tanztruppe gegenüber BLICK. «Bobo ist ein sehr sympathischer Typ. Es macht immer Spass mit ihm auf der Bühne.»
Seltsam: Als die Profitänzer Ende Januar mit ihrer «Power-Hip-Hop-Show» bei «DGST» zum ersten Mal für Stimmung sorgten, schien Bobo sie nicht zu kennen. Es gab euphorisches Lob vom strengen Juror, der die Kandidaten sonst reihenweise abserviert. «Ja, ja, ja!», jubelte er. Keinen Superlativ liess der Luzerner aus: «Schnell, auf den Punkt gebracht! Abwechslungsreich. Akrobatik, Sex – alles war dabei.» Dann riss er die Hände in die Höhe, rief: «Bravo!»
Tatsächlich waren sie gut, Bobos Tanzkumpel. Schliesslich haben sie mit einem Weltstar auch schon Erfahrungen gesammelt. Simon Walti erzählt stolz, dass er 2010 bei einem Charity-Match von Roger Federer (30) gegen Rafael Nadal (25) im Zürcher Hallenstadion den Showblock bestritt – er war einer von zwei männlichen Tänzern an der Seite von Bobo. Und mit Alex Nyfeller (24) durfte ein anderer Special-Elements-Tänzer mit dem Eurodance-König sogar ans East Coast Dance Concert in Washington D.C.
Haben es die sechs Kandidaten aus Basel nur dank Bobo-Bschiss ins Halbfinal von «Die grössten Schweizer Talente» geschafft? SF-Sprecher Martin Reichlin (42) meint dazu: «Die Jury wirkte im Auswahlprozess für die Castings nicht mit, sondern bekam einen Act nach dem anderen erst auf der Bühne zu sehen.» Bei professionellen Künstlern könne es aber vorkommen, «dass sie bereits vor ‹DGST› mit den Juroren in Kontakt kamen.» In der überschaubaren Schweizer Tanzszene sei es nicht erstaunlich, dass Bobo schon mit vielen Tänzern zusammengearbeitet habe. «Ausserdem entscheidet kein Juror allein über das Weiterkommen eines Künstlers», so Reichlin. Aber bei einem so fordernden «Ja, ja, ja» von Bobo können die anderen Juroren kaum Nein sagen.
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