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Liebe Jury, welche Künstler wollen Sie bei «Die grössten Schweizer Talente» nicht mehr sehen?
Roman Kilchsperger: Ich möchte absolut keine Rhönrad-Darbietungen mehr vorgesetzt bekommen. Wenn du schon sechs Stunden am Platz sitzst, dann zum zwölften Mal eine junge hübsche Frau mit einem Rhönrad kommt, überstehst du so was nur mit einem zusätzlichen Kaffee.
DJ Bobo: Dass Roman Rhönräder hasst, ist uns nicht entgangen (lacht).
Christa Rigozzi: Ich will eigentlich alles gerne nochmals sehen, wenn möglich noch besser. Beim letzten Mal ist mir aufgefallen, wie viele lustige Leute ohne jedes Talent mitmachen. Sie kamen aber trotzdem sympathisch rüber, weil sie Persönlichkeit hatten.
Roman Kilchsperger: Bevor ich es vergesse: Guggenmusiken können ebenfalls zu Hause bleiben.
Und von welchen Künstlern wollen Sie mehr sehen?
Bobo: Also gegen Rhönräder und Guggenmusiker habe ich persönlich übrigens nichts. Die können doch auch ganz cool sein.
Roman: Ich habe ein Herz bekommen für Ü-40/50-Kandidaten. Denn dieser ganze Jugendwahn ist langweilig geworden.
Die Rollen in der Jury waren bei der ersten Sendung klar verteilt. Wird sich diesbezüglich etwas ändern?
Christa: Ich werde bestimmt härter sein. Ich mag nicht mehr so lieb sein wie beim ersten Mal. Dafür ist Roman wohl weicher geworden.
Roman: Christa sagt immer, ich sei auf dem Weg zum Schätzchen der Nation, wegen meiner Moderation des «DonnschtigJass». Es gilt also, diesen Trend aufzuhalten. Obwohl, ich muss zugeben, bei mir macht sich tatsächlich eine gewisse Altersmilde bemerkbar.
Bobo: Ich werde mich in einem Punkt bessern. Und zwar werde ich den Buzzer nicht mehr so schnell beuntzen. Ich gebe den Leuten künftig zehn Sekunden mehr Zeit, bis ich auf den roten Knopf drücke. Und Kinder unter 14 Jahren werden von sowieso nicht rausgedröhnt. Das ist mein Ehrenkodex. Kinder nehmen das noch sehr ernst. Mit dem dröhnenden Buzzer könnten sie für ihr Leben negativ beeinflusst werden.
Haben es Sänger in der nächsten Staffel schwerer, weil letztmals Opernsängerin Maya Wirz gewonnen hat?
Bobo: Egal, ob Artist oder Sänger – der Moment entscheidet, ob die Person auf der Bühne die perfekten Emotionen rüberbringen kann.
Christa: Für Kinder habe ich ein grosses Herz, aber nur für solche mit echtem Talent. Ich hoffe, dass jemand gewinnt, der sich später auch wirklich durchsetzen kann. So wie Schlangenfrau Nina Burri. Sie ist zwar Zweite geworden, aber trotzdem überaus erfolgreich.
Roman: Es ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit, erneut mit klassischer Musik zu gewinnen. Weil eben Maya Wirz da schon abgeräumt hat. Ein Popschätzchen hat da wohl die besseren Chancen. Ich bin aber überzeugt: Sänger bleiben wichtig für das Format, weil singen nebst all dem lustigen, schrägen und queren beim Publikum eben doch sehr viel Emotionen auslöst.
Christa: Ich glaube auch, dass Sänger bessere Chancen auf ein Weiterkommen haben. Denn Musik berührt die Menschen sofort. Ich will nur nicht, dass jemand gewinnt, der zwei Monate lang aktuell ist und dann wieder verschwindet.
Haben Sie eigentlich lange überlegen müssen, bis Sie sich wieder für den den Jury-Posten zu Verfügung stellten?
Roman: Ich sitze gerne in der ersten Reihe. Und ich hätte die Sendung sowieso geschaut. Wenn ich aber mit Christa und Bobo auf dem Sofa sitzen darf, dann ist das wunderbar.
Christa: Ich möchte mich entwickeln. Auch die Jury muss eine Steigerung bringen, nicht nur die Kandidaten. Deshalb habe ich sofort zugesagt.
Bobo: Weil ich Ende des Jahres ein neues Album rausbringe und auf Welttournee gebe, hatte ich zuerst terminliche Probleme und wollte schon absagen. Zum Glück hat das Schweizer Fernsehen aber extra wegen mir die Aufzeichnungs-Termine nach vorne geschoben.