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Beni Thurnheer. (RDB/Dominik Baumann)
Ländler und Folklore dominieren bei «Die grössten Schweizer Hits». Nach Polo Hofers «Alperose» im Jahr 2006 triumphierten Ruedi Rymann mit «Schacher Seppli» und Oeschs die Dritten mit «Ku-Ku-Jodel». Dieses Jahr geht es im selben Stil weiter: Stefan Roos schaffte mit «Das Herz einer Mutter» den Finaleinzug, das Ensemble Wunderbar folgte.
Nur Gölä vermochte der geballten Schlager-Power zu widerstehen und gelangte mit «I ha di gärn» ebenfalls in die Endausscheidung. Bis gestern, als Bligg mit «Rosalie» seinen Konkurrenten keine Chance liess.
Doch die Angst war gross, dass Yasmine-Mélanie mit «Amore Fantastico» den Dreifach-Platin-Rapper übertrumpfen könnte. Roman Kilchsperger votierte klar für Bligg, selbst Francine Jordi stand nicht bedingungslos hinter Yasmine-Mélanie und das Publikum tobte, sobald der Name des Zürcher Rappers fiel.
Am offensten aber bezog Beni Thurnheer Stellung: «Rosalie muss nicht nur die heutige Sendung retten, sondern die Staffel insgesamt!». Hoppla. Hat man beim Schweizer Fernsehen etwa Angst vor dem Erfolg der volkstümlichen Vertreter bekommen.
Noch vor zwei Wochen gab Beni National im BLICK zu Protokoll, dass in der Schweiz «eine Art Mafia, ein Insider-Kreis existiert, der sich konstant selbst bestätigt» – und somit der Volksmusik die Legitimation zum Siegen abspreche. Obwohl der durchschnittliche Schweizer 50 Jahre alt sei und bei «Die grössten Schweizer Hits» nun mal das Publikum entscheide.
Aber ein Folklore-Finale mit Gölä – als nicht erscheinendem Gast – wollte man am Leutschenbach offenbar dann doch nicht. Und Beni kann aufatmen. Es kann mit Rosalie immer noch einen grössten Schweizer Hit geben, «den jeder kennt und mitsingen kann». (zeb)