Unsere Grand Prix der Volksmusik-Stars alles Behinderte? Raab verhöhnt Schweizer Volksmusiker

Aber hallo, Stefan Raab! Wadde hadde dudde da gedacht, als du unsere beliebten Volksmusikanten angegriffen hast?

  • Aktualisiert am 13.01.2012
  • Von Peter Padrutt
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Die Schweizer Finalisten des Grand Prix der Volksmusik sind ausser sich. Nach ihren umjubelten Auftritten in Wien am Samstag wurden sie jetzt von TV-Lästerer Stefan Raab (43) primitiv «verschunkelt»: «Der Grand Prix der Volksmusik ist die «Paralympics-Variante des Eurovision Song Contests», hatte Raab am Dienstag in seiner Show «TV total» gegiftelt. Unsere Stars also als Behinderte bezeichnet. Grand-Prix-Finalist Stixi (45) vom Duo Stixi & Sonja ist empört: «Das ist eine Schweinerei von Raab. Ich habe mich mit Schmerzen auf die Bühne geschleppt – und jetzt macht er Witze über mich!» Tatsächlich: Stixi leidet an einer unheilbaren Rheumakrankheit – ihm droht der Rollstuhl.

Das singende Ehepaar musste sich viel von Raab anhören. Etwa: «Stixi – das ist übrigens ein Mann.» Und dann zeigte er einen Ausschnitt aus der Sendung, in dem Ursula Schneider, Autorin ihres Liedes «Bete zu unserem Herrgott», zu sehen war. «Ist denn schon wieder Halloween?», giftelte Raab. Stixi wütend: «Sie ist doch eine kluge, herzige Frau.»

Die an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidende Nella Martinetti (65) bezeichnete Raab nur als «die kleine Dicke». Und meinte: «Schön von Dirk Bach, da auch noch mitzumachen.» Bei diesem Vergleich kann sich Nella gar nicht kugelig lachen. «Seit meinem Auftritt in Wien liege ich nur noch geschwächt im Bett», klagt sie. «Er hat sich nicht mal die Mühe gemacht herauszufinden, wer ich bin. Ich habe doch den ersten Grand Prix gewonnen!»

Auch die schöne Yasmine-Mélanie (20) bekam von Raab verbal eine geklebt – wegen ihrer sonnigen, etwas speziellen Gesichtsmimik. «Man nennt sie in der Szene das Gummi-Face», sagte er. Dann wird er sogar unappetitlich: Weil die Schweizerin ein Lied mit dem Titel «Tränen gehören zum Leben» interpretierte, meinte er: «Und was ist mit Kotze? Warum wird nie darüber gesungen?» Yasmine-Mélanie schüttelt den Kopf: «Wenn er meinen Auftritt live erlebt hätte, dann hätte er sehen können, wie gut ich ankam.» Und über Maja Brunner (59), die sich beim Playback ein paar Freiheiten erlaubte, meinte Raab fies: «Wenn man den Text nicht kann, dann sollte man den Mund nicht so weit aufreissen.» Maja Brunner kommt das spanisch vor: «Er könnte den Menschen ein wenig mehr Respekt zeigen.»

Giftzunge Raab: In seiner Show schoss er gegen Nella, Maja Brunner und Co.- AP

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