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Alex «das Boot» Christensen. (Getty)
Wie stehen Leos Chancen? Was ist so toll an ihm?
Leo ist ein ungewöhnlicher Schweizer. Und meiner Meinung nach singt er sehr gut. Und hat ein äusserst teenie-taugliches Aussehen – ein echter Womanizer. Er ist aber nicht zu weiblich. Die Jungs kommen auch gut mit ihm klar. Vielleicht ist er ein bisschen zu glatt, aber das gibt sich von selbst, wenn er älter wird. Er macht hier einen guten Job.
Was hat euch an ihm begeistert?
Ganz einfache Entscheidung: Er hat toll gesungen, er sieht gut aus und er konnte zwei Sätze geradeaus sprechen – wir wollten es mit ihm ausprobieren.
Du scheinst der Böse, Strenge der Jury zu sein. Wieso?
Ich glaube, ich kann Leuten stilvoll und trotzdem ehrlich sagen, was ich denke, ohne dabei beleidigend zu werden. So bin ich nicht erzogen worden. Ich sage ihnen ohne Umschweife, aber auf die nette hanseatische Art, was ich denke.
Wie siehst du deine Rolle selbst?
Ich will eigentlich nicht der Böse sein, sondern einfach der Beste. (Lacht.)
Nach welchen Grundsätzen beurteilst du die Kandidaten?
Die Beurteilungen sind immer sehr subjektiv: Mag ich die Gesangsfarbe, treffen sie die Töne, sind sie Video- und TV-affin. Hässliche Entlein und allzu egoistisch sollten sie auch nicht sein.
Wer ist besser: Die Mädels oder die Jungs?
Dieses Jahr sind eindeutig die Mädels besser. Anscheinend haben die Mädchen in den letzten Jahren besser gelernt, diese Plattform zu nutzen.
Die Jury wirkt insgesamt relativ lieb. Woher kommen die sanfteren Töne und die pädagogischen Ratschläge?
Ich bin so erzogen, dass ich niemanden beleidige. Klar mache ich gern mal einen Witz und den auch mal auf Kosten anderer. Aber nie unter der Gürtellinie. Dieser Trend war doch höchstens noch vor fünf Jahren da. Heute nicht mehr.