«Popstars» Drehen Männer dem Erfolg den Saft ab?

  • Publiziert: 20.08.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

MÜNCHEN – «Popstars» sucht und findet immer: In der achten Staffel casten Detlef «D!» Soost und seine Jury ein Duo. Hoffentlich nur mit Frauen – ohne Männer rollt der Rubel besser.

Ein Fernsehformat, eine neun Jahre lange Erfolgsgeschichte: Die Popstars-Sender – erst RTL2 und seit der dritten Staffel ProSieben – blicken auf quotenstarke Fernsehabende mit bis zu 5,83 Millionen Zuschauern zurück.

Sieben Popstars-Bands in unterschiedlichen Mann-Frau-Konstellationen versuchten sich bisher im Musikbusiness. An «Nu Pagadi» oder die «Preluders» erinnern sich höchstens noch ganz besonders hartgesottene Popstars-Fans. An «Room 2012» aus der sechsten Staffel erinnert sich sicherlich noch eine walisische Rock-Band. Ihr nämlich hatte D!s-Teenie-Combo damals den Bandnamen geklaut.

Die Casting-Bands kommen und gehen – nur ein Mysterium bleibt: Warum killen Männer oder Knaben den Erfolg der Plastik-Popper? Die Fakten sprechen für sich: Unangefochtene Nummer 1 im Popstars-Himmel sind die «No Angels». Auch bei «Monrose» läufts einigermassen gut und Branchen-Insider rechnen dem neuesten ProSieben-Produkt «Queensberry» verhaltene Erfolgs-Chancen aus. Und das sind alles Girlbands.

Gemischtgeschlechtliche Gruppierungen wie «Nu Pagadi», «Room 2012» oder «BroSis» haben über kurz oder ein klein wenig länger strikten Chartplatz-Verweis. Sie verloren ihre Plattenverträge und dümpeln jetzt durch peinliche und superpeinliche Privat-Fernseh-Formate und checken wie Ross Anthony im Dschungelcamp ein.

Der Misserfolg der gemischten Bands ist ein seltsames Phänomen. Denn eigentlich bieten gerade sie pubertierenden Fans jede mögliche Identifikationsfläche – zum Verlieben, zum Nacheifern und zum Bewundern. Und trotzdem: Es haut nicht hin mit den Männern. Deshalb sei lieb «D!» und gib den Mädchen in Staffel 8 eine Chance. Schick sie heim, die Boys! Den Girls zuliebe. (b3i)

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