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Juror «D!» und Vocal-Coach Kate Hall – ein Duo des Schreckens. Zumindest für die 16-Jährige Pauline. Sie musste dran glauben, weil ihr laut «D!» die «Gier nach Erfolg» nicht aus dem Gesicht strahlte.
Schnell liegt das Motto der 8. Popstars-Sendung auf der Hand: «Eine für alle, alle gegen Pauline.» Ja, die 16-Jährige Auszubildende zur Erzieherin strotzte nicht vor Motivation. Sie verkündete, die Nacht sei zum Schlafen da. Und sie verweigerte sich den Performance-Proben. Keine Frage – das ist die grösste Sünde im Popstars-Evangelium.
Doch gibt mangelnde «Power» und ein Quentchen Faulheit den Erwachsenen der Sendung das Recht, auf einem Teenie rumzuhacken, eine 16-Jährige einem Millionen-Publikum vorzuführen und sie zur Schnecke zu machen? Ein Highlight von «D!»: «Du warst faul und bist faul. Du rennst hier rum wie Falschgeld.»
Nach dem Stress bei einer Probe wendet sich Pauline an «D!» und gibt zu: «Ja, ich wollte einfach nach Vegas. Und ja, manchmal hatte ich keinen Bock zu üben.» Ungeschickt und doof von ihr. Doch was macht «D!» draus?
Er wirft sie den Löwen zum Frass vor. Pauline entscheidet sich, das Camp zu verlassen. Es kommt zum Abschied. Vocal-Coach Kate Hall stürzt sich wie eine Furie auf das Mädel, bezichtigt sie schwerer Lügen. Kates Fazit: «Du bist frech. Eine hervorragende Schauspielerin.»
Nachdem man Pauline erfolgreich rausgemobbt hatte, musste auch Kandidat Danny (22) dran glauben. Auch hier: Er ist mit Lästereien und Kommentaren übers Ziel rausgeschossen, verglich eine verräterische Konkurrentin mit Judas. Nicht ok. Doch «D!», der Rächer der betupften Herzchen schreitet sofort ein. Er schmeisst Danny raus – weil er Kandidaten einschüchtere.
Die Jury sägte zwei Kandidaten aus «menschlichen» Gründen ab. Ihr Recht. Doch ist es nötig, überforderte, übermüdete und eingeschüchterte Kandidaten derart vorzuführen? Egal ob die Kandidaten zicken, lästern, tratschen oder wimmern – die Erwachsenen sollten sich am Riemen reissen. Und sich nicht selbst wie pubertierende Teenies benehmen. (b3i)