Polo Hofer ist «Schweizer des Jahres» und motzt «Dieser Preis bringt mir nichts»

Polo Hofer (70) ist der «Schweizer des Jahres» 2015. Das TV-Publikum hat den legendären Mundartrocker aus Interlaken BE in der Fernsehshow «SwissAward» am Samstagabend mit einem deutlichen Ergebnis gewählt: Er erhielt 31,19 Prozent der Stimmen.

«Dieser Preis ist für nichts»

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Der «Alperose»-Sänger war ob seiner Auszeichnung erst einmal sprachlos. Dann meinte er relativierend zum Moderatoren-Duo Christa Rigozzi (32) und Sven Epiney (43): «Das ist nicht wie ein Grammy oder ein Oscar.» Auch gegenüber Blick.ch erklärte er: «Der Preis ist für nichts.»

Dennoch: Polo, stilecht mit Sonnenbrille, hatte sichtlich Spass an dem Abend. «Ich freu mi!» schrie er vier oder fünf Mal.

Hofer war nominiert, weil ihn die Zuschauer bereits Anfang Dezember zum Publikumsliebling erkoren hatten. Er setzte sich gegen 18 weitere Persönlichkeiten durch.

Sein Name wird nun, wie die Namen der früheren Preisträger, auf einer Ehrentafel auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden, am geografischen Mittelpunkt der Schweiz, eingraviert. Hier sind unter anderem auch Fussballtrainer Köbi Kuhn, die Tennisspieler Stan Wawrinka und Roger Federer, sowie die Politiker Eveline Widmer-Schlumpf und Didier Burkhalter verewigt. Burkhalter war «Schweizer des Jahres» 2014.

Der Lifetime Award für sein Lebenswerk ging an Schauspieler Bruno Ganz, einen «Virtuosen der Verwandlung», der seit über 50 Jahren die Zuschauer in seinen Bann zieht. Weil er sich gerade in Argentinien aufhält, bedankte sich Ganz per Video mit einer kurzen Lesung für die «grosse Ehre».

In der Fernsehshow am Samstagabend wurden ausserdem die SwissAwards in den fünf Kategorien Politik, Wirtschaft, Kultur, Show und Gesellschaft verliehen. Bestimmt wurden die Sieger von einer «Academy», die aus wichtigen Persönlichkeiten aus allen Landesteilen besteht.

Den Politik-Preis erhielt Christine Bär-Zehnder, die parteilose Gemeindepräsidentin von Riggisberg, für die herzliche und aussergewöhnliche Aufnahme von Flüchtlingen. Die Berner Gemeinde war die einzige, die sich auf einen Aufruf der Kantonsbehörden freiwillig meldete als neue Unterkünfte gesucht wurden.

Die Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft ging an Kommunikationsfachmann Bruno Giussani, den Europa-Direktor von TED, einer Non-Profit-Organisation, die weltweit Innovations-Konferenzen veranstaltet.

Erfolgsregisseur und Oscar-Preisträger Xavier Koller gewann den Preis in der Kategorie Kultur für den «Schellen-Ursli», der bereits zu den zehn erfolgreichsten Schweizer Filmen aller Zeiten gehört.

Den Show-Preis holte sich Akrobat Nick Beyeler als Mitglied des Cirque-du-Soleil-Entwicklungsteams. Er konnte allerdings den Preis nicht selbst entgegennehmen, da er gerade mit seiner Avatar Show «Toruk» in Toronto Premiere feierte.

Für ihren beharrlichen und mutigen Einsatz als Chirurgin in Nepal wurde Katrin Hagen in der Kategorie Gesellschaft ausgezeichnet. Seit 2011 führt sie jährlich zwei «Medical Camps» durch, bei denen bis zu 1200 Patienten untersucht und bis zu 90 von ihnen operiert werden können. Nach dem Erdbeben in Nepal organisierte sie dort monatliche Einsätze.

Durch den «SwissAward», die grösste Liveshow der Schweiz führten Christa Rigozzi und Sven Epiney. Schweizer Radio und Fernsehen SRF vergab die SwissAwards zum 14. und letzten Mal. Weil gespart werden muss, wird der SwissAward aus dem Programm gestrichen. (SDA/meg)

Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 10.01.2016
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38 Kommentare
  • Mike  Wisler aus cham
    11.01.2016
    Polo war schon cool als es noch keine Servelat Prominenz, Selfiequeens, it girls n boys und talentlose TV Selbstdarsteller gab. Und es ist wunderbar zu sehen wie er noch genauso en eifache giel, ist wie damals. Seine Konzerte bereiteten mir über 30 Jahre hinweg, Spass, Freude, Energie und Nachdenklichkeit. DANKE POLO!
  • Daniel  Hofmann 11.01.2016
    Nachdem Polo Hofer zum Schweizer des Jahres gekürt wurde, hat der Preis wirklich keinen Wert mehr, unabhängig ob weiter gemacht wird oder nicht. Das ist ja der Witz des Jahres und das schon anfangs Januar.
  • Peter  Neuhaus 10.01.2016
    Zu dem Zeitpunkt wo solche "Prominenz" Schweizer des Jahres wird, ist es höchste Zeit dass dieses Format abgeschafft wird. Somit ist alles gut.
  • Roger  Berger 10.01.2016
    Polo Hofer hat nichts mehr zu verlieren. Er darf solche Aussagen machen. Mit 70 Jahren sieht er leider viel älter aus. Bedingt durch den nicht immer soliden Lebenswandel.
  • Xaver  Perte 10.01.2016
    Da hat Polo Hofer völlig Recht. Was hat er denn 2015 geleistet für diesen Preis? Nichts! Der Preis ist ein Witz. Der Preis ist um seiner selbst an irgend jemanden vergeben worden.
    Ich möchte auf keinen Fall Polo oder sein Werk schmälern, er ist einer der grössten Musiker die unser Land je hervorgebracht hat. Deshalb hätte man besser für den Lifetime-Award nominiert, welchen er wahrscheinlich auch gewonnen hätte.
    Meinen Preis für sein Lebenswerk hat er jedenfalls!