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Die Kritik an «Benissimo» wird immer lauter! Jetzt schaltet sich auch Medienexperte Maximilian Reimann (67) ein. «Die Sketches sind dümmlich, von ungenügender Qualität, aber teuer produziert», schimpft er. Die Forderung des SVP-Ständerats: «Entweder steigt das Niveau, oder die mit Gebühren finanzierten Spässe müssen raus. So könnte man viel Geld sparen.»
Schon gestern hatte die «Benissimo»-Spasstruppe den Präsidenten des Publikumsrats der SRG erzürnt. «Die Sketches sind zu seicht und oft kindisch, manchmal sind sie fast peinlich», urteilte Manfred Pfiffner (47) im BLICK. Für Komiker-Legende Walter Roderer (89) war die Darbietung der «Friends» am vergangenen Samstag «der Gipfel der Blödheit».
Nur 17,4 Prozent der BLICK-Leser können lachen
Fakt ist: «Benissimo» hatte am letzten Samstag mal wieder nur 582300 Zuschauer. Beim Schweizer Fernsehen rechtfertigte man sich damit, dass die Witze auch noch nach 17 Jahren beim TV-Publikum beliebt seien. «Wenn wir die Zuschauer per Internet befragen, was ihnen am besten gefallen hat, dann liegen die ‹Friends› ganz vorne», sagte «Benissimo»-Regisseur Max Sieber (67).
Bei den BLICK-Leserinnen und -Lesern siehts allerdings ganz anders aus: 44 Prozent fragen sich in einer Abstimmung auf Blick.ch: «Welche Witze sind da überhaupt gemeint?» Für 39 Prozent sind die Sketcheinlagen «älter als das Farbfernsehen». Gerade mal 17 Prozent finden, die Sketches seien das Beste an «Benissimo».
Ausgewählt werden die Witze laut «Benissimo»-Produzent Sieber von einer fünfköpfigen Jury. Wer genau dazugehört, wollte das Schweizer Fernsehen auf Anfrage von BLICK aber partout nicht verraten.
Wird «Benissimo» zu «Blödissimo»?
Wird «Benissimo» immer mehr «Blödissimo»? Für TV-Profi Frank Baumann (52) ist so oder so klar: «Man kann nicht jeden Blödsinn über den Sender jagen, der von völlig unbedarften Spassvögeln aus dem Publikum eingereicht wird.»
Selbst Schauspieler Walter Andreas Müller (64), der mit seiner Bundeshaus-Parodie bei «Benissimo» mitwirkt, ist kritisch: «Mir tut es für die hervorragenden Schauspieler leid, dass die Sketches nicht besser sind.»
Einer findet zumindest gut, dass über die «Friends» debattiert wird: Komik-Urgestein Emil Steinberger (77). «Wenn man sich entscheidet, publikumswirksame Witze zu inszenieren, dann ist man gezwungen, mit dem Niveau etwas tiefer zu gehen. Das stört mich nicht», sagt er: «Und immerhin sind sie auch eine Talentschmiede für junge Schauspieler.»