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«Achtung, es gibt einige Nackt-Szenen in diesem Film», wird noch gewarnt. Dann folgen Nahaufnahmen von männlichen und weiblichen Geschlechtsteile. Eine Ärztin erklärt, was da genau zu sehen ist. Dazwischen Einblendungen von Ergebnissen wissenschaftlicher Studien. Zum Beispiel: 61 Prozent der Frauen sind sich nicht sicher, ob ihre Vagina normal aussieht.
Das Schockierende: Die Sexualkunde auf Channel 4 läuft nicht etwa im Spätprogramm, sondern schon vor 21 Uhr. Prompt beschwerten sich nach der ersten Folge letzte Woche 25 besorgte Eltern. Nach der zweiten Aufklärungssendung vorletzten Abend gingen weitere 20 Reklamationen ein.
Hintergrund: In englischen Schulen fehlt der Sexualkunde-Unterricht. Über einen Drittel der 14- bis 17-Jährigen gab an, dass sie sich in Sachen Liebe Rat von Freunden, übers Internet oder aus Magazinen holen. Zudem hat Grossbritannien die höchste Rate an Teenager-Schwangerschaften in West-Europa. Aufklärung ist da also dringend nötig. Doch muss das ausgerechnet übers Fernsehen geschehen?
Auch ein deutscher Sender widmet sich dem schlüpfrigen Thema: Pro7 strahlt ab Samstag die fünfteilige Doku «Sexreport 2008 – So lieben die Deutschen» aus. Allerdings erst um 22.15 Uhr. (ghd)
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