Zu viel «Dräck» von Prolo-Gölä!

  • Publiziert: 09.02.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Gölä zeigt die Zehn – er selbst fällt unter Null. (SF / Christian Lanz)

LUZERN – Die zweite Sendung MusicStar, und schon ist ein Tiefpunkt erreicht. Weil Gölä statt Büezer-Charme den verbalen Presslufthammer auspackte.

«En schöne Obe und en Stiife unde!» Juror Gölä trat während der gestrigen Sendung von MusicStar mit beiden Füssen voll ins Fettnäpfchen. Erst recht, weil er den zotigen Spruch auf das herzige Gesicht von Küken Gioia bezog: Die Baselbieterin ist erst 16-jährig!

Ein klarer Fall für die «Leider nein»-Rubrik. Bisher war der Mundart-Rocker durchwegs positiv aufgefallen, brachte den Kandidaten Respekt entgegen. Und eigentlich hätte man den ersten deftigen Ausrutscher auch eher dem SF-«Enfant terrible» Roman Kilchsperger zugetraut.

Der war zwar wie immer frech, hielt sein loses Mundwerk aber wie schon in der ersten Sendung mehrheitlich im Zaum. Einzige Ausnahme: Ein Spruch über das Gewicht von Noëlla. Glaubte er das letzte Mal nicht, dass die 20-Jährige einen EKG-Belastungstest überleben würde, witzelte er gestern über ihren (nicht vorhandenen) Hals. Immerhin war er positiv überrascht, dass die Bernerin mit ihren kurzen Stimmbändern trotzdem solch schöne Töne anschlagen kann.

Aber bei Göläs Proleten-Spruch blieb selbst ihm die Luft weg – wie dem gesamten Publikum. Peinlich berührtes Schweigen machte sich in der Luzerner «Schüür» breit. Bleibt zu hoffen, dass auch Gölä das nächste Mal den Mund hält. (zeb)

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