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Die überwiegende Mehrheit der Blick.ch-Leser steht der neusten Ausgabe von MusicStar bislang recht kritisch gegenüber. Auffallend ist, dass vor allem die Sendung und der Sender massiv in der Kritik stehen. Die Kandidaten kriegen zwar teilweise auch ihr Fett weg, aber da sind die Geschmäcker sprichwörtlich verschieden und reichen von «talentfrei» bis «super Stimmen». Einen eindeutig schweren Stand hat lediglich Dimitri, für ihn findet sich kaum ein Fan. Erschwerend kommt hinzu, dass der Jury-Entscheid gegen Marco etwas gar durchsichtig auf Quoten-Denken und nicht auf der Leistung der Kandidaten basierte.
Auf SF-Seite kommt die durch die Show führende Andrea Jansen am besten weg und wird teilweise gar als Highlight der Show gehandelt, ganz im Gegensatz zu ihrem Moderationskollegen Max Loong: «Wer gründet endlich eine Anti-Max-Loong-Facebookgruppe?» war nur einer der Kommentare. Roman Kilchsperger spaltet wie immer die Gemüter, Göläs Sympathien dürften noch nicht so schnell aufgebraucht sein – Fabienne Heyne hats da deutlich schwerer.
Dann war im Vorfeld die Freude gross auf eine der Hauptneuerungen, die vor allem auch von Gölä lautstark verkündet wurde: Live soll das ganze sein und mit echten Musikern statt Konserve! Schön und gut, nur handelte es sich am Sonntag erstens zu einem grossen Teil um Aufzeichnungen und dann stellt eine Band natürlich grössere Anforderungen an die Tontechnik. Hier hagelt es denn auch Kritik: Was nützt eine Live-Band, wenn der Mix so schlecht ist, dass die zu beurteilenden Sänger nicht verstanden werden können?
Das Format ist wohl, was es ist und gefällt halt oder nicht, aber gerade bei Jury-Entscheiden oder der miserablen Technik kann und muss das SF zulegen. Dann dürfte auch der Barometer der Zuschauerkommentare wieder aus dem (scham)roten Bereich in Sphären steigen, die dem Begriff MusicStar eher angemessen sind. (gmu)