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Welcher «MusicStar»-Kandidat brachte am Sonntagabend mit seiner Performance die Luzerner «Schüür» zum Brennen? Ins Schwitzen kam schon zu Beginn Jury-Mitglied Gölä, der ein schwarzes Muskelshirt trug. Der Rocker hatte so heiss, dass er versprach, er käme nächstes Mal sogar nur in der Badehose.
Und wie präsentierten sich die Finalisten? «Büsi» Michelle Halbheer musste diesmal keine Krallen zeigen, sie schnurrte die Ballade «Almost Lover» von A Fine Frenzy. Dafür gabs von der Jury dreimal die Note 7. Der Philosoph Dimitri Vollenweider entging letzten Sonntag nur knapp einer Abwahl. Doch er sagte sich mit Pink-Power «So What» und liess mit diesem Song so richtig die Sau raus. Die Jury fands allerdings mehr gaga als Dada. Nur Gölä bekam Wallungen: «Unten hast du eine erotische Stimme.» Dafür gab es zweimal die Bewertung 5 und einmal die 7 vom Rocker-Juroren.
Noëlla Kabengele versuchte mit «Rehab» von Amy Winehouse in die nächste Runde zu kommen. Roman Kilchsperger hatte bei ihr ein anatomisches Problem: «Wie dieser kurze Hals mit den Stimmbändern solche Töne rausbringt?» wunderte er sich. Für die Bernerin gab es die Noten 7, 7 und 8.
Katharina Michel sang das Lied «Dr Sohn vom Pfarrär» von Sina. «Mehr Sex!» forderte Jurorin Fabienne Heyne von ihr. Ihre Bewertung: 8, 8 und 9. Jenny Rey zeigte sich mit «Run» von Leona Lewis gefühlvoll. Allerdings versagte dem selbsternannten «Super-Bunny» bei hohen Tönen die Stimme. Dafür bekam sie die tiefen Noten 5, 6 und 7.
Sonnenschein Michael Lascar brachte mit Bon Jovis Lied «It’s My Life» die «Schüür» zum Beben. «Für mich hat das so etwas Hotelanimator-mässiges», bemängelte aber Fabienne. Zweimal die 8, einmal die 7 gab es dafür. Florina Kollegger überzeugte mit der traurigen Ballade «Nothing Else Matters» von Metallica, die sie für einen verstorbenen Freund sang. Die Jury war gerührt: 9, 9 und 8.
Unter der Gürtellinie
Küken Gioia Gerber zeigte sich mit «I Kissed A Girl» von Katy Perry diesmal leicht verrucht. Fabienne hatte für Gioia einen Tipp parat: «Stehe jeden Tag vor den Spiegel und beweg dich, dann wird das koordinierter!» Prolo Gölä spürte plötzlich seine Manneskraft: Während der Performance der 16-Jährigen rumorte es nach eigener Aussage beim Rocker gewaltig in der Hose («Auf Baseldütsch seit mer: Schöne Oobe, Stiife unde»), womit er alle schockierte. (Noten: 8, 7 und 9). Raquel Rodo heizte mit «Closer» von Ne-Yo noch mehr an. «Mucho emociones!» hauchte Gölä da nur noch. Für sie gab es mit 10, 10 und 9 die Höchstnoten des Abends.
Für Sommer-Gefühle sorgte Michael Stalder mit «All Summer Long» von Kid Rock. «Du fährst Kampflinie!» warnte jedoch Juror Kilchsperger. Der «Schreier» wurde mit den Noten 7, 8 und 8 bewertet. Als letzter performte Schnügel Leonardo Ritzmann den Song «Apologize». Fabienne standen die Haare zu Berge. Für den begehrten Single gab es zweimal die 7 und einmal die 8.
Die Entscheidung
Am wenigsten Stimmen beim Telefonvoting erhielten Michelle – und schon wieder Dimitri. Beide mussten in der Hoffungsrunde ein weiteres Lied singen. Die Jury entschied sich am Schluss für Michelle und somit gegen Dimi. Aus der Traum für den Philosophen! (ghd)