Gölä ist immer noch «stocksauer»

  • Publiziert: 23.02.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Peter Padrutt und Gabriel Brönnimann
play Fehlentscheidung? Die Kandidaten wollen den R&B-Säusler Leo weiterhin dabei haben – und nicht die stimmgewaltige Soul-Kanone Gioia. (SF)

Gölä schäumt. Der Rauswurf von Singtalent Gioia (16) aus «MusicStar» löst bei ihm Gedanken über seinen eigenen Ausstieg aus der Krisen-Show aus!

Gestern Nachmittag. Rocker Gölä mischt die DVD seines Hallenstadion-Konzerts ab. Er macht einen «Gring», redet kaum. Ist immer noch auf Hundert. «Ich bin stocksauer», schimpft er vor sich hin. «So gehts nicht!»
Gölä meint «MusicStar». Oder genauer: Die Tatsache, dass sein Liebling Gioia rausgeschmissen wurde.

«Bis jetzt hast du es ‹huere guet› gemacht», hatte sie der Juror in der Show noch gelobt. Und mit väterlicher Fürsorge angefügt: «Die Leute wollen Lieder von dir hören, die sie kennen. Aber gesungen war es gut.»
Dann der Schock für den Büezer-Rocker: Am Ende steht das stimmstarke Küken mit Softie Leo auf der Bühne zur Abwahl bereit. Der Brasilianer hatte sein «Maria Maria» gar jungfräulich gesülzt. Und die Kandidaten werfen Gioia mit fadenscheinigen Argumenten raus.

«Wenn sie die Schule fertig macht, kann sie so auch etwas erreichen», sagt Florina. Auch Michu argumentiert sonderbar: «Gioia hat Entwicklungspotenzial, sie wird schon Plattendeals bekommen.» Jenny flennt: «Sie soll ihre Ausbildung machen, ihren Weg gehen.»

«MusicStar» ohne Gölä?

Da lupft es Gölä den Deckel. Wutentbrannt läuft er aus der Sendung – mit Roman Kilchsperger im Schlepptau.
Gioia erinnert sich: «Die beiden kamen zu mir. Gölä sagte mir herzlich, er fände es sehr schade, dass ich nicht mehr dabei bin. Das tat mir schon sehr gut.»
Auch gestern kocht Gölä noch. Selten hat er «viu blööder taa»! «Ich bin in dieser Sendung dabei, um Musiktalente zu fördern. Jetzt läuft alles in die falsche Richtung!»

Konkret: Gölä verlangt, dass das Friendship-Ticket überdacht wird, mit dem die Kandidaten ihre Gspänli rauswerfen können – ohne auf musikalische Qualität achten zu müssen.

Droht jetzt MusicStar ohne Gölä? Das wäre ein harter Schlag für die Sendung, die weiterhin auf tiefem Quotenniveau vor sich hindümpelt (548 600 Zuschauer).
Göläs Manager Lukas Moser hat seinen Schützling noch nie so erlebt. Er ist besorgt: Göläs Verhalten sei «erschreckend». Moser: «Wenn es bei ‹MusicStar› so weiterläuft, dann hat Gölä in der Show nichts mehr verloren. Wir müssen ernsthaft mit SF über den Modus reden. Gölä setzt sich für Qualität ein. Ist diese in ‹MusicStar› nicht mehr gewährleistet, ist für ihn alles möglich – auch der Ausstieg.»

Besten Dank für die zahlreichen Kommentare!

play Gölä verlässt «MusicStar»:

Am 22. Februar sollte die erste «MusicStar»-Sendung aus dem Theater 11 in Zürich eine grosse Show werden. Doch die Kandidaten enttäuschten und Juror Gölä dampfte am Schluss sauer ab. Grund: Gioa, die Lieblings-Kandidatin des Mundart-Rockers wurde aus der Sendung gewählt. Nicht sie, sondern der jetzige «Popstars»-Gewinner Leo bekam damals das Friendship-Ticket. Nach der Entscheidung stürmte Gölä sofort aus dem Saal und stieg aus «MusicStar» aus. (Christian Lanz)

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