Giacobbo/Müller machen MusicStar zur Lachnummer

  • Publiziert: 11.03.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

ZÜRICH – Je später der Sonntagabend, desto mehr Zuschauer hat SF. Für MusicStar bedeutet das endgültig fertig lustig!

533000 Zuschauer zur Prime-Time schalteten durchschnittlich die sechste Sendung der Casting-Show ein. Bei Giacobbo/Müller waren es 24000 mehr. Für die späte Uhrzeit – der Late Service Public wird um 22.15 Uhr ausgestrahlt – ein Spitzenwert.

MusicStar hingegen versinkt endgültig im Quotentief. Die letzte Staffel hatte zu diesem Zeitpunkt fast 200000 Zuschauer mehr – Tendenz steigend. In diesem Jahr sieht es anders aus: Auch nach dem Wechsel auf die grosse Bühne im Theater 11 kommt die Show nicht vom Fleck. Trotz Gölä-Eklat und entsprechendem medialen Gewitter.

Hat sich MusicStar überlebt? Auch Starmania – das österreichische Format diente als Vorbild – bescherte ORF Ende letzten Jahres miserable Zahlen. Anders sieht es in Deutschland aus: DSDS ist ein Quoten-Knüller, sorgte sogar dafür, dass «Wetten, dass..?» erstmals unter die magische Marke von 10 Millionen Zuschauern fiel.

Casting-Konzepte funktionieren also immer noch. Nur müssen diese von Zeit zu Zeit angepasst werden. Was SF durchaus versuchte. Ein prominenterer Juror als Gölä ist in der Schweiz wohl kaum zu finden. Und mit der Club-Tournee wollte man MusicStar näher zu den Menschen bringen. Der Schuss ging leider nach hinten los: Bescheidene Qualität und Jugendtreff-Groove statt Glamour waren das Ergebnis.

Jetzt steht man im Leutschenbach vor dem Quoten-Häufchen. Ob bis zum grossen Finale Spitzenwerte erreicht werden, ist fraglich. Die früheren MusicStar-Staffeln starteten spätestens ab der vierten Sendung durch, jetzt bleibt die Zuschauer-Kurve konstant tief.

Der Erfolg wäre SF allerdings zu wünschen. Eine Sendung wie MusicStar ist mit riesigem Aufwand verbunden, und dieser sollte belohnt werden. Auch wenn vieles schief lief und die SF-Chefetage alles schönreden will. (zeb)

Top 3

1 Salome Clausen (25) Die Kleine aus «MusicStar» ist jetzt erwachsenbullet
2 Diashow Fabienissima: «Es ist voll geil!»bullet
3 Leseraufruf Wollte Sandra nicht gewinnen?bullet

TV