Playmate Alena zähmt SVP-Hardliner Erich Hess Mit Sex, Charme & Melonen

  • Publiziert: 31.10.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Tino Büschlen

Zuerst wollte Erich Hess die deutsche Moderatorin Alena Gerber zurück in die Heimat schicken. Nach einem Rendezvous ist er jetzt ihr grösster Fan.

Wir brauchen keine deutschen Moderatorinnen im Schweizer TV», findet JSVP-Politiker Erich Hess (28). Deshalb forderte er in der «Bild»-Zeitung, das deutsche «Playboy»-Model Alena Gerber (20) solle ihren Job bei der Internet-Sendung «usgang.tv» aufgeben und wieder zurück in ihr Heimatland ziehen.

Dass Hess die schöne Blondine ausschaffen lassen will, passte vielen Schweizern gar nicht. Der Rechtsaussen-Politiker und Lastwagenfahrer erhielt zig Hassmails. «Ich wurde zum Buhmann der Nation», sagt Hess.

«Typisch deutsche Arroganz», hatte Hardliner Hess der kessen Alena bescheinigt – ohne sie je gesehen zu haben. «Am Bildschirm kommt sie so rüber», rechtfertigt er sich.

Wie hat Alena auf die Vorwürfe reagiert? «Zuerst war ich wütend und traurig zugleich», sagt sie, die nach dem Abitur das Schauspieldiplom gemacht hat. «Bisher fühlte ich mich in der Schweiz sehr willkommen.»

Schliesslich schlug Alena ihrem Kontrahenten ein Treffen vor, um ihn von ihren Qualitäten zu überzeugen. Nach kurzem Zögern willigte Hess ein, liess für das Rendezvous gar eine Stadtratssitzung sausen.

Im Zürcher Seefeld kommt es zum Showdown. Erich Hess – in Anzug und Krawatte – ist ein wenig nervös, Alena Gerber – mit Jackett und High Heels – wirkt da schon angriffslustiger. Wortlos überreicht Hess der verdutzten Alena einen Strauss roter Rosen. «Dass du ein Kavalier alter Schule bist, hätte ich nicht gedacht», sagt sie.

Erich errötet, sagt: «Bei so einer schönen Frau kann ich nicht widerstehen.» Schon ist das Eis zwischen den beiden gebrochen. Schnell finden sie Gemeinsamkeiten. «In der Schweiz stört mich nur die Geschwindigkeitsbegrenzung», sagt Alena. Erich kommt in Fahrt: «Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich könnte dir übrigens Unterricht in Schweizer Politik geben.»

«Ich besuche jetzt einen Schwyzerdütsch-Kurs. Weiss, was Kuchikäschtli und geile Siech heisst», sagt sie stolz. Nach einem Monat in der Schweiz ist sie der Sprache beinahe mächtig. Hess ist beeindruckt: «Du gefällst mir immer besser! Wenn nur alle Deutschen so anpassungsfähig wären.»

«Siehst du, jetzt werden wir Freunde, sind fast ein Paar», sagt Alena. «Wenn ich dich heirate, bekomme ich den Schweizer Pass!» Jetzt ist es um Erich endgültig geschehen. «Ui, das geht mir fast zu schnell», sagt er. «Aber du kannst mich gerne auf eine Lastwagentour begleiten. Da sehen wir, ob wir wirklich zusammenpassen.» Das Playmate und der Lastwagenfahrer – Fortsetzung folgt.

Ex-Miss-Schweiz will Alenas Job

«Was Alena kann, kann ich besser!», sagt Nadine Vinzens (26) und bewirbt sich für die Stelle als Moderatorin bei «usgang.tv». Gegenüber der Hochdeutsch sprechenden Alena Gerber sieht die Miss Schweiz 2002 einen klaren Vorteil: «Mein Bündner Dialekt wirkt für Schweizer charmant.» Seit fünf Jahren weilt Vinzens meist in Los Angeles (USA) und versucht sich dort als Schauspielerin durchzusetzen. Bisheriger Stolperstein: Vinzens bündnerischer Akzent, wenn sie Englisch spricht.

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