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Schweizer Jubel I: Der Wettkönig und «La Hunziker». (Reuters)
So macht uns Thomas Gottschalks (59) Show Spass. Wenn Schweizer für Furore sorgen. Wie am Samstag in Freiburg (D). Daniel Markwalder (38) brachte auf seinem 99 Jahre alten, 27 Kilo schweren original Schweizer Militärvelo den deutschen Radprofi Jens Voigt (38) arg ins Schwitzen – und war über 200 Meter schneller.
Damit räumte Markwalder auch beim TV-Publikum ab: Mit 42 Prozent Stimmen wurde er Wettkönig. «Michelles Küsschen haben meine Wädli noch schneller gemacht», freute sich der Veloblitz.
Gestern kehrt Markwalder heim nach Weinfelden TG. Dort empfangen ihn nicht nur seine Kinder Yanis (5) und Zahra (3). Dort stehen auch Frau Vize-Gemeindeammann Heidi Güttinger und Sport-Gemeinderat Beat Curau parat. Mit Transparent und einer Flasche Wein.
«Weinfelden hat einen Wettkönig! », freut sich Güttinger. «Danke, lieber Dani, für deine Topleistung!» Curau lobt den Abräumer: «Daniel Markwalder hat null Starallüren. Ein grosser Gewinn für den Breitensport – wir sind richtig stolz.»
«Claudia und die Kinder mussten eine Weile auf ihren Papa verzichten », erzählt Mutter Margrit Markwalder (60). «Daniel hatte dieses eine Ziel vor Augen – und jetzt hat er es erreicht.»
Tatsächlich. Markwalder ist stolz, dass sein Einsatz vom Publikum honoriert wurde – und nicht etwa die Ekelwette um Stiefelschweiss (siehe Box). «Fünf Jahre musste ich warten, bis ich zum Zug kam», sagt er. «Erst machten die Dopingskandale an der Tour de France die Stimmung für Velo-Wetten kaputt. Dann fehlte eine Halle, die gross genug war.»
Wie hat er es jetzt geschafft, einen Radprofi zu schlagen? «Zwanzig Jahre Eishockey spielen. Davon habe ich meine starken Beine.» Als Armee Radfahrer merkte er früh, dass er im Sprint schnell war. «Auf den ersten 200 Metern konnte ich Voigt schlagen, über 500 Meter wäre wohl er schneller gewesen.» Ein Gang gegen 20 – unglaublich! «Diese alten Militärvelos laufen eben sehr gut.Ich hatte nur Angst, dass ich den Lenker oder ein Pedal verliere.»
Dann der haarscharfe Sieg, unter dem Applaus seiner Frau Claudia (36). Schade findet Daniel Markwalder eigentlich nur eins: dass es seit 2001 in der Armee keine Radfahrer mehr gibt.
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Schweizer Jubel II: Familie Markwalder fant für Papi Daniel. (Toini Lindroos)