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Köln-Ossendorf, 17.15 Uhr. Piero kämpft. Der Popsänger ist bei der Koffer-Kontrolle. Was darf mit in den Container, was muss draussen bleiben? Die Gesichts-Bräunungscreme (5 Dosen) ist okay, aber die Heiligenfigur ist ein Fall für die Produktionschefin von Endemol.
Sie entscheidet: Piero darf seinen Padre Pio (2002 heiliggesprochen) mit ins Haus nehmen. «Das ist mir sehr wichtig. Der Glaube hat gesiegt», lacht Piero. Geduldig lässt er den zweistündigen Koffer-Check über sich ergehen. Rasierpinsel, Swarovski-Ohrringe, Styling-Creme, Beruhigungspillen – alles kein Problem. Nur das T-Shirt mit dem «Io Vivo»-Aufdruck (so heisst das neue Piero-Album) geht nicht – «Big Brother» (BB) mag Werbung nicht.
Am 98. Tag der neunten BB-Staffel (bis zu 1,5 Millionen Zuschauer) beginnt die Piero-Zeitrechnung. Ein Schweizer gegen 11 Deutsche – was kann Piero da gewinnen? «Ich will die Leute in der Schweiz überraschen, sie sollen sehen, wie ich wirklich bin.» Und wie ist dieser Piero, der in der Schweiz durch «MusicStar» berühmt wurde? Das weiss er selber so genau nicht, aber: «Ich habe nichts zu verbergen.» Und wie ist es mit Sex vor der Kamera? «Ich lasse mich überraschen.» Wer sich auf «Big Brother» einlässt, darf nichts ausschliessen.
Die BB-Mitarbeiterinnen, die Piero seit Sonntag auf den Einzug vorbereiten, sind begeistert von seinem Charme. «Der netteste Kandidat, den wir je hatten.» Piero hat ihnen einen 4,5-Kilo-Riegel Toblerone mitgebracht...
Es ist 19 Uhr, Koffercheck vorbei, nein, der Gürtel mit der Feuerzeug-Schnalle darf auch nicht mit. Ab in die Maske, letzte Instruktionen der Produzentin: Drei Wochen wird Piero mindestens im Haus bleiben, wenn er durchhält. Spätester Auszugstermin: 6. Juli, das Finale. Da kann Piero 250 000 Euro absahnen. Wenn er die 11 Deutschen schlägt. Aber Piero kämpft nicht allein. Pater Pio ist bei ihm, als sich um 22.40 Uhr die Türe hinter ihm schliesst.
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Talisman Pater Pio steht Piero im «Big Brother»-Container bei. (Christoph Reichwein)