Traumeinschaltquoten beim Schweizer Fernsehen dank den bodenständigen Damen der Sendung ‹Landfrauenküche›.
Sie sind die absoluten Stars am Freitagabend: Seit drei Wochen lassen die sieben Landfrauen mit ihren Kochkünsten den TV-Zuschauern das Wasser im Mund zusammenlaufen, locken mit ihren herausgeputzten Höfen und prächtigen Trachten jede Woche mehr als eine halbe Million vor den Bildschirm. Sie bescheren dem SF traumhafte Marktanteile von bis zu 40 Prozent. «Die ‹Landfrauenküche› ist unser derzeit bestes Pferd im Stall», sagt Tom Schmidlin (38), Bereichsleiter Volkskultur beim SF. «Wir sind überwältigt, dass die Serie so grossen Anklang findet.»
Doch was ist das Rezept des Landfrauen-Zaubers? Ist es die Sehnsucht nach der ländlichen Idylle? Das vielseitige Leben der Bäuerinnen? Für Schmidlin sind vor allem die sieben Frauen die Heldinnen der Serie: «Die Landfrauen stehen mit beiden Beinen auf dem Boden, bringen Familie und Arbeit unter einen Hut und sind eigentliche Managerinnen – moderne Frauen in einem traditionellen Umfeld», erklärt der SF-Mann. «Und sie sprechen junge wie auch ältere Zuschauer an.»
Dass sie und ihre Kolleginnen beim TV-Publikum so gut ankommen, freut auch Landfrau Maria Höhn (55) aus Wädenswil ZH. Sie würden das Ursprüngliche wie die Liebe zur Natur oder zu den Nahrungsmitteln von Feld und Garten vorleben, so Höhn. «Viele Leute sehnen sich nach ursprünglichen Werten, die in unserer urbanen Welt immer mehr verloren gehen», sagt sie. Und ergänzt lachend: «Aber natürlich haben wir auch schöne Küchen und können gut kochen.»
Wie sehr die feinen Menüs zum Zauber der Landfrauen beitragen, zeigt auch die grosse Nachfrage nach dem Buch zur Serie. Der Rezeptband ist bereits in der fünften Auflage erhältlich, im November erscheint Teil zwei. Und für Nachschub ist auch im TV gesorgt: Das Schweizer Fernsehen will seinen grössten Serien-Hit weiterhin auf höchster Flamme kochen lassen. Tom Schmidlin kündigt an: «Wir suchen schon Landfrauen für die nächste Staffel im Herbst 2013.»