Nach dem TV-Rücktritt von Regula Späni Job aufgeben für Kinder?

  • Publiziert: 12.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Regula Späni (45), die 20 Jahre zum SF-Sportinventar gehörte, macht nun Schluss. Grund: Sie will sich vermehrt um ihre Kinder kümmern (Blick.ch berichtete). Sollen Mütter ihre Karriere für die Familie aufgeben? Zwei prominente Fernsehfrauen erzählen.

Ja, sagt TV-Star Christine Maier

«Ich kann nachvollziehen, dass Regula Späni diesen Schritt macht. Ich stand einmal im Leben selber vor einer ähnlichen Situation. Das war Mitte der 90er-Jahre. Ich war mit dem ‹Sonntagskonzert› fürs ZDF auf Europa-Tournee. David arbeitete eineinhalb Jahre in den USA. Darum gab ich mein Engagement beim ZDF auf und zog mit den Kindern zu meinem Mann in die USA.

Die Kinder sind inzwischen 14 und 15, also in einem Alter, in dem sie uns sehr brauchen. Wir müssen eine gesunde Balance finden zwischen Nähe und Distanz. Vor allem stehen sie wie alle Jugendlichen in der Schule unter Druck und müssen sich jetzt auch langsam für ihren beruflichen Weg entscheiden, was nicht einfach ist.

Die Diskussionen, die wir führen, werden inhaltlich immer komplexer. Ich möchte sie nicht delegieren, sondern en famille führen. Da gibt es viele Fragen, die man nicht telefonisch vom Arbeitsplatz aus bewältigen kann.

Zum Glück kann ich meine Arbeit für den ‹Club› teilweise auch zu Hause erledigen. Jemand muss da sein, wenn sie von der Schule kommen, ihre Probleme auffangen. Wenn wir spüren sollten, dass unsere Berufe die Familie zu sehr belasten, würden wir uns sicher neu organisieren.»

Nein, sagt TV-Star Sandra Boner

«Ich liebe meine Arbeit bei SF Meteo. Ich mache sie jetzt schon seit sieben Jahren. So schnell würde ich diesen Traumjob nicht aufgeben. Das heisst: Ich liebe mein Baby, das im Sommer auf die Welt kam, über alles. Aber ich möchte meine beruflichen Pläne nicht völlig in den Hintergrund schieben.

Natürlich ist es nicht einfach, Kind und Arbeit unter einen Hut zu bringen – aber es ist vor allem eine organisatorische Frage. Mein Mann und ich haben für unseren Sohn eine Traumlösung gefunden. Nelsons (7 Monate) Grosseltern freuen sich von Herzen, wenn sie auf ihn aufpassen dürfen. Zum Glück fremdet der Kleine noch nicht. Er geniesst die Extraportion Aufmerksamkeit.

Natürlich tut es mir weh, wenn ich ihn zurücklasse und zur Arbeit gehe. Wenigstens weiss ich ihn in guten Händen. Nelson ist doch unser schönstes Geschenk. Und darauf wollen wir aufpassen.

Trotzdem möchte ich weiterarbeiten. Bei klirrender Kälte und bei Sommerwetter auf dem Dach zu stehen oder auch im Studio für ein Millionenpublikum moderieren zu können, macht mir viel Spass. Im Notfall würden mein Mann und ich nach einer Lösung suchen. Allenfalls könnte dann auch er sein Arbeitspensum reduzieren. Zum Glück klappt im Moment alles gut.»

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