«Blödissimo» Jetzt wehren sich die «Friends»!

  • Publiziert: 24.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Peter Padrutt und Aurelia Forrer

ZÜRICH – Für die «Friends» ist es nur ein Job. Auch sie finden nicht alle «Benissimo»-Sketches lustig.

Er ist ein Grosser seines Fachs und seit Beginn bei «Benissimo» dabei. Aber warum tut sich der erfolgreiche Komiker, Produzent und Autor Erich Vock (46, «Die kleine Niederdorfoper») das an – bei den dümmlichen «Benissimo»-Sketches mitzuwirken?

«Für Humor gibt es kein Reinheitsmass wie für Gold», sagt Erich Vock. Und: «Es gibt Sketches, über die ich selber lachen kann, über andere weniger.» Schauspielerin Caroline Rasser (39), die seit fünf Jahren mit dabei ist, freut sich stets, mit den «Friends» spielen zu dürfen. Sie sagt: «Da mir von Anfang an klar war, dass es sich bei den ‹Friends› nicht um die ultimative schauspielerische Herausforderung handelt, ist es mir besonders wichtig, dass das Arbeitsklima stimmt.» Die Dreharbeiten liessen sich zudem gut mit ihrer Arbeit hinter und vor den Kulissen für ihr Basler Theater Fauteuil und Tabourettli vereinbaren.

Aber kann Caroline Rasser selber über die «Benissimo»-Witze lachen? «Ich bin nicht der Typ Schauspielerin, der die eigene Arbeit lustig findet. Ich betrachte jedes Resultat meiner Arbeit kritisch und finde auch nicht alle ‹Friends›-Witze lustig, aber ich stehe trotzdem dahinter», so die Schauspielerin.

Sie habe sich auch sagen lassen, dass die «Friends» in den «Benissimo»-Ratings immer sehr gut abschnitten. Caroline Rasser deutlich: «Wenn dem aber nicht mehr so ist, muss man sich über einen neuen Weg Gedanken machen. Vielleicht weg von Publikumsschreibern, hin zu erfahrenen TV-Autoren.»

Komödiantin und Ex-Miss-Schweiz Stéphanie Berger (32) gibt noch etwas anderes zu bedenken: «‹Benissimo› ist eine tolle Plattform. Beim Schweizer Fernsehen gibt es für Comedy-Schauspieler nicht mehr vieles.» Andererseits mache sie nur einen Job. erklärt sie: «Ich werde dafür bezahlt. Es ist nicht meine Aufgabe, den Humor der Sketches zu hinterfragen.»

Doch was sagt «Benissimo»-Moderator Bernard Thurnheer (60) zur Leistung seiner «Blödissimo»-Truppe? «Ob ein Witz lustig ist oder nicht, ist Geschmackssache. Es gibt auch bei uns Witze, über die man mehr lachen kann und solche, über die man weniger lacht.» Dann stellt Thurnheer klar: «Wir erhielten nach der Sendung vom letzten Samstag mehr Reklamationen zu gewissen Gästeauftritten als zu den Beiträgen der ‹Friends›.» Beni droht, dass die «Friends» auch weiterhin Teil seiner Show sein werden.

Hoffentlich heisst es am 15. Mai wieder «Benissimo», nicht mehr «Blödissimo».

Top 3

1 «GNTM» «Ich habe mich ins Finale geknutscht!»bullet
2 Beleidigt Britney Spears flüchtet aus «X Factor»-Studiobullet
3 Zwei Schweizer heute im Final von DSDS Kids Machen es Shania und...bullet

TV