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Mike Müller (l.) und Viktor Giacobbo machen jeden Sonntagabend in ihrer Late-Night-Show «Giacobbo/Müller» auf SF 1 Theater.- SF/Heinz Stucki
Er ist doch so gemütlich. Und so erfolgreich. Wie bloss kann man einen Mann wie Mike Müller (46) nur verlassen?
Doch es ist amtlich: In der Beziehung zwischen Barbara Weber, der schönen Direktorin (34) des Zürcher Theaters am Neumarkt, und dem Knuddel-Komiker vom Leutschenbach ist der letzte Vorhang gefallen.
Beschleunigt haben soll die Trennung ein schöngeistiges Gespräch mit dem Philosophen Peter Sloterdijk am Theater. Laut «Sonntagszeitung» nahm Weber das Motto «Du sollst dein Leben ändern» wörtlich – und tauschte Komiker Müller gegen den Moderatoren des Gesprächs, den Journalisten Daniel Binswanger, ein.
Hauptsache öffentlichkeitsfreudig
Dieser ist zwar nicht ganz so berühmt wie sein Vorgänger – jedoch nicht weniger öffentlichkeitsfreudig. So stehen Binswangers Kolumnen im «Magazin» des Zürcher «Tages-Anzeigers» bei der Leserschaft öfters in der Kritik – zu selbstdarstellerisch, so der Tenor.
Apropos Darstellung: Vielleicht vertrug Weber den Anblick ihres Lovers als Kosovare in «Giacobbo/Müller» auch einfach nicht mehr. Ob das sonntägliche SF-Theater zum Liebesaus von Mike Müller beigetragen hat?
Es gibt noch einen anderen Verdacht. Müllers Bruder Tobi (auch er Journalist) enthüllt, dass der Komiker manchmal bitter reagiere. «Grund für seine schlechte Laune ist seine Lieblingsdroge», schrieb er in einem Porträt über seinen Bruder. Wenn die Lieferung der Luxusmischung für seine semiprofessionelle Kaffeemaschine nicht eintreffe, sei das für Müller «ein GAU».
Lag es an «Lupo»?
Vielleicht liegt der Hund aber auch hier begraben: Als neue Kodirektorin des Neumarkt-Theaters hatte Weber Müllers geliebten kleinen Terrier gleich für ihre erste Spielzeit ins Programm gehoben.
«Lupos Hundeshow» (mit tierisch kompetenten Experten) ist ein Hit. Im Saal kläffen und jaulen die Hunde. Ob das der Direktorin zu viel wurde? Müller kürzlich in der «Schweizer Illustrierten»: «Viktor verstand sich auf Anhieb mit Lupo. Er ist der Einzige, der nie von ihm angeknurrt wird.»
Kein Wunder bleibt ihm jetzt nur noch Giacobbo.