Die «Arena» kämpft seit Jahren mit sinkenden Quoten. Nun reagiert das Schweizer Fernsehen und sendet statt vom Studio am Leutschenbach vom Bahnhof Zug.
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Sonja Hasler gibt die «Rundschau» ab und konzentriert sich auf die «Arena».
(SRF/Markus Bertschi)Oft wurde die «Arena» schon überarbeitet, mehrmals schon totgesagt: Jetzt krempelt das Schweizer Fernsehen seine Polit-Dino-Sendung (seit 1993 auf Sendung!) erneut um: «Wir gehen raus zu den Leuten und rein ins Geschehen», kündigt «Arena»-Moderatorin Sonja Hasler (45) an.
«Das ganze ist ein Abenteuer. Die Idee dazu kam Redaktionsleiterin Marianne Gilgen und mir im Sommer letzten Jahres in der Badi.» Sie hätten viele Zuschriften von Leuten bekommen, die selber mal an einer Sendung teilnehmen wollten.
Beim neuen Konzept «Arena vor Ort» wird alles umgedreht. «Im Zentrum stehen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen, die sie an Politiker und Experten herantragen», so Hasler. Die erste Sendung kommt am 19. Oktober aus dem Bahnhof Zug.
Thema ist die Acht-Millionen-Einwohner-Schweiz. «In unserem Land wird es immer enger. Viele Menschen aus dem Ausland haben bei uns Arbeit gefunden. In den Zügen gibt es weniger Platz, und es wird immer schwieriger, eine Wohnung zu finden», erklärt Hasler.
Eine zweite «Arena vor Ort» sei für den 21. Dezember geplant. Hasler versichert, dass es die klassische «Arena» im Studio weiterhin geben werde. Aber vieles deutet darauf hin, dass SF das einschränkende Konzept mit den oft immer gleichen Polit-Köpfen sprengen will.
Denn die «Arena» verliert Quote: Die ersten 30 Sendungen dieses Jahres sahen durchschnittlich 188 000 Zuschauer (Marktanteil: 18,7%). Allerdings hatte die «Arena» auch gegen die Fussball-EM und Olympia zu kämpfen. 2011 schalteten aber noch 200 000 Zuschauer (21%) ein.
Am meisten verlor die Sendung, als im Jahr 2000 die Zahl der Protagonisten von zwei auf sechs erhöht wurde. 1996 hatte die «Arena» noch 37 Prozent Zuschauer erreicht.
«Die Quote spielte bei der Entwicklung der ‹Arena vor Ort› keine Rolle, sagt Redaktionsleiterin Marianne Gilgen (52). «Sie ist ein Experiment. Wir werden danach prüfen, ob das Konzept ankommt – Pläne für Sendungen nächstes Jahr hätten wir schon.»
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