Millionen-Schaden! Heli-Crash bei SF-Dreh

  • Publiziert: 08.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Patrik Berger

ENGADIN - Schocksekunde bei den Dreharbeiten zum Film «Der Teufel von Mailand» – ein Hubschrauber stürzte ab.

Dramatische Sekunden gestern im Engadin: Bei den Dreharbeiten zum Film «Der Teufel von Mailand» ist am Montagvormittag zwischen Ardez und Ftan GR ein Helikopter vom Typ Ecureuil AS 250 B3 der Air Grischa abgestürzt. Totalschaden!

Aus dem Helikopter heraus hätte eine Autoszene gedreht werden sollen. Doch in einer Linkskurve krachte der Hauptrotor plötzlich in einen Felsvorsprung. Der Helikopter liess sich nicht mehr kontrollieren, prallte aus drei Metern Höhe voll auf den Boden. An Bord befanden sich der Pilot und eine dreiköpfige Filmcrew. Zwei Passagiere mussten ins Spital eingeliefert werden.
«Unser Risikomanagement hat versagt. So etwas darf einfach nicht passieren», sagt Andreas Meier (47), Geschäftsführer von Air Grischa, zu BLICK.

Aber der Helikopter sei von einem erfahrenen Piloten aus der Region geflogen worden. «Er hat 3800 Flugstunden und ist unser bester Film-Pilot», so Meier weiter. Und er schätzt: «Der Unfall kostet uns wohl rund zwei Millionen Franken. Denn repariert werden kann da nicht mehr viel.»

«Der Teufel von Mailand» ist eine Filmadaption des gleichnamigen Romans von Erfolgsautor Martin Suter (63). Produziert wird der Film vom Schweizer Fernsehen, dem ZDF und der C-Films AG. Zu den Schauspielern gehören Gilles Tschudi (54, «Grounding») und David Rott (34, «Der Mann mit dem Fagott»).

Auf den weiteren Verlauf der Dreharbeiten habe der Unfall keine Auswirkungen, sagt SF-Sprecher Marco Meroni (39) zu BLICK: «Es wird normal weitergedreht.» Die beiden Passagiere konnten das Spital auch bereits wieder verlassen, so Meroni weiter.

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