
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Sven Epiney (36) und sein Lebenspartner Chris Sulser (31). Der eine ist der Sonnyboy der Nation. Er schunkelt gerade die «Schweizer Hits» in den Quoten-Olymp. Der andere ist ein kreativer Macher, der Hits wie «Rätpäck» produziert oder für Viktor Giacobbo Gags schreibt.
Sven und Chris lieben sich nicht nur. Sie vergolden sich auch gegenseitig. So sehr, dass sie sich kürzlich in Zürich die Hälfte einer alten Villa kaufen konnten.
Vor allem mit ihrer Produktionsfirma Second Unit Mediaproductions verdienen sie sich eine goldene Nase. Sie fabrizieren Video-Clips, haben die DVD von DJ Bobos Vampire-Tour produziert und machen Fernsehsendungen.
Chris Sulser darf sogar bei den «Schweizer Hits» mitwirken, die sein Freund Sven Epiney moderiert. Wenn etwa Sven bei Gölä zu Hause ist oder sich Francine Jordi in Hockeymontur wirft – dann war Chris am Werk.
Alles Zufall, sagt Sven: «Ich beeinflusse die Vergabe von Produktionsaufträgen in keiner Art und Weise. Das war und ist allein Sache der Redaktion.» Und SF-Sprecher Marco Meroni sekundiert: «Chris Sulser geniesst keinerlei Vorzugsbehandlung. Er produziert die Einspieler zu marktüblichen Preisen. Das wird auch durch interne Kontrollmechanismen überprüft.»
Beim SF tönt das nicht zum ersten Mal so. Vetternwirtschaft stritt auch Showchef Toni Wachter ab, als sich sein Sohn Greg Manning Aufträge bei «MusicStar», «SwissAward» oder dem «Eurosong Contest» angelte.
Trotzdem: Vor allem bei der Vergabe ganzer Sendungen hofft Mike Helmy, Vorstandsmitglied des Produzenten-Verbandes, auf mehr Transparenz: «Sendungen sollten immer öffentlich ausgeschrieben werden.»
Klar ist: Epineys Freund produziert nur einen kleinen Teil der «Schweizer Hits». Dass aber gleich beide bei der erfolgreichsten SF-Sendung mitverdienen, ist gut für das gemeinsame Kässeli.
Schon vor drei Jahren wurde allein das Jahreseinkommen von Sven Epiney auf eine halbe Million geschätzt. Einem Kollegen sagte der Moneyboy darauf: «Zum Glück haben sie nicht rausgefunden, dass es viel mehr ist.»