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Mit der Schweizer Internet-Sendung von «usgang.tv» hat es die Münchner Moderatorin Alena Gerber jetzt auf die politische Bühne geschafft. Erich Hess von der jungen SVP etwa wettert: «Wir empfangen schon genug deutsche TV-Programme! Da sollte in Schweizer Produktionen schon Schweizerdeutsch geredet werden.»
Doch nicht einmal beim Schweizer Fernsehen ist dies immer der Fall. So moderiert mit Iris Radisch beispielsweise eine Deutsche den Literaturclub. Kennt man beim SF also keine Berührungsängste mit dem grossen Nachbarn? «Für uns sind die sendungsspezifischen Anforderungen wichtiger als die Nationalität», sagt David Affentranger vom Schweizer Fernsehen. Eine Puls-Moderatorin muss etwas von Medizin verstehen, der Arena-Dompteur politisch bewandert sein. Der Presseverantwortliche führt weiter aus: «Aber bei vielen Sendungen, die Schweizerdeutsch beinhalten, ist unsere Landessprache Pflicht oder man muss sie zumindest ohne Probleme verstehen.»
Alena Gerber versteht Schweizerdeutsch, doch damit kann sie SVP-Nationalrat Hans Fehr nicht überzeugen: «Wir haben es nicht gern, wenn man sich mit hochgeschliffenem Deutsch einmischt. Da klingen immer noch die arroganten Töne gewisser deutscher Politiker – namentlich Peer Steinbrück – mit.»
Ein Giftpfeil des 46-Jährigen in Richtung des abgewählten «Kavalleristen». Der Zürcher Politiker hat noch nicht vergessen, dass Deutschlands ehemaliger Finanzminister der Schweiz mit der Peitsche drohte. Ausserdem fühle sich Fehr durch das Hochdeutsch am TV «von denen dominiert». Ist das Alena Gerbers Ziel? Ihr Manager Claudio Catrambone winkt ab: «Alena will nur unterhalten. Aber wenn sich Hans Fehr dominieren lassen will: Wir laden ihn gerne in die Sendung ein.» Dann wäre Fehr-tig lustig! (zeb)
Hans Fehr.- RDB