Fliegende Haie, Bären-Prügel und Motoröl-Drinks Die vier besten miesen Filme

Wer denkt, dass ein Film gut sein muss, um zu unterhalten, denkt falsch. Wir beweisen es Ihnen mit vier Beispielen, die so misslungen sind, dass sie sich zu Recht zu Kultfilmen gemausert haben.

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Film ist für viele die ultimative Kunstform. Seit die Brüder Lumière 1895 in Paris den wohl ersten richtigen Spielfilm vorführten, verwirklichten sich zahlreiche Genies durch die Bewegtbilder und begeisterten Zuschauer auf der ganzen Welt. Ein Film kann uns mit Witz, Talent und Einfallsreichtum in eine andere Welt transportieren.

Zu den Meisterwerken gibt es aber auch filmische Debakel. BLICK stellt Ihnen vier Filme vor, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind.

Muskeln, Motoröl und Testosteron: «Over The Top». play

Muskeln, Motoröl und Testosteron: «Over The Top».

 

1. Over The Top

Die 80er-Jahre waren für den Actionfilm eine definierende, doch auch sehr seltsame Zeit. Stars wie Arnold Schwarzenegger (69) und Jean Claude Van Damme (56) bewiesen, dass man in dieser Zeit weniger Ausdrucksfähigkeit, als eine gewisse Bizepsgrösse brauchte, um auf die A-Liste von Hollywood zu kommen. Ein Film, der die überbordende Maskulinität der 80er in einem solchen Mass vertritt, dass sie endgültig nur noch lächerlich ist, ist «Over the Top» (1987). Action-Legende Sylvester Stallone (70) spielt einen Trucker, der ein internationales Armdrücken-Turnier, das im Film die Grössenordnung des Superbowls hat, gewinnen will. Ein Hüne, der vor jedem Kampf Motoröl trinkt, ein 15 Tonnen-Truck als Trainingshilfe hat und genug Testosteron für zehn Filme: Hier ist der Name Programm.

 

«Genug Gesagt» ist genau die richtige Tagline für diesen Film: «Sharknado». play

«Genug Gesagt» ist genau die richtige Tagline für diesen Film: «Sharknado».

 

2. Sharknado

Bei einem Titel wie «Sharknado» hat wohl niemand einen Kandidaten für das jährliche Oscar-Rennen erwartet. Was dann aber 2013 auf dem amerikanischen Sender Syfy lief, setzte in Sachen missglückt neue Massstäbe. Bei der Story muss man nicht lange überlegen: Ein gigantischer Tornado wirbelt unzählige Haie aus dem Wasser in die Luft und verwüstet dann mit den gefährlichen Fischen im Schlepptau Los Angeles. «Sharknado» ist dadurch besonders, weil er sich von Anfang an das Ziel setzt, ein schlechter Film der Spass macht zu sein - und sogar daran scheitert. Er entert also quasi neues Territorium der Schlechtigkeit. Inzwischen gibt es bereits drei Nachfolger des Kult-Phänomens.

 

Wer einen dramatischen Thriller erwartet, ist hier falsch: «The Wicker Man». play

Wer einen dramatischen Thriller erwartet, ist hier falsch: «The Wicker Man».

 

3. The Wicker Man

Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn: Nicholas Cage (52). Dass er ein talentierter Schauspieler ist, kann man nicht bestreiten. Dass er mit seiner übertriebenen Gestik und seinem sicheren Gespür für die seltsamsten Drehbücher ein Anwärter auf den Thron des Trashs ist, aber ebenfalls nicht. «The Wicker Man» (2006) ist dafür das beste Beispiel. Cage spielt in dem Remake des Horrorklassikers von 1973 einen Polizisten, der seine vermisste Tochter auf einer abgeschotteten Insel sucht und dabei auf einen paganistischen Kult stösst. Der «Face/Off»-Star liess sich für seine Darstellung des verbissenen Vaters wahrscheinlich von exzessivem Kokainkonsum inspirieren und spielt mit einer Intensität, die in der ansonsten langsamen Geschichte völlig fehl am Platz ist. Im Laufe des Filmes schlägt er eine alte Frau K.O., um ihr Bärenkostüm zu stehlen und klaut einem Mädchen mit gezogener Waffe ihr Fahrrad. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

 

Ein Film, so schlecht, dass jetzt ein Film über seine Produktion gemacht wird: «The Room». play

Ein Film, so schlecht, dass jetzt ein Film über seine Produktion gemacht wird: «The Room».

 

4. The Room

«The Room» (2001) ist ein Phänomen. Der Film, der von einem führenden Filmprofessor in der «Entertainment Weekly» als der «Citizen Kane der schlechten Filme» bezeichnet wurde, macht so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Schreckliche Dialoge, amateurhaftes Schauspiel, eine verwirrende narrative Struktur und stümpferhafte Sets: Dass «The Room» ein Budget von sechs Millionen hat, ist wahrsten Sinne des Wortes unglaublich. Dafür verantwortlich ist Tommy Wiseau, der den Film schrieb, produzierte, Regie führte und auch gleich die Hauptrolle übernahm. Durch Wiseaus Talentfreiheit wurde aus dem geplanten Liebesdrama schnell eine ungewollte Komödie. Inzwischen hat «The Room» sogar so eine grosse Fangemeinde, dass die holprige Produktion von James Franco (38) zusammen mit seinem Bruder Dave (31) und Seth Rogen (34) verfilmt wird.  

Wenn Sie also das nächste Mal einen Film-Abend veranstalten, greifen sie für einmal nicht zu dem Oscar-prämierten Kritikerliebling und schauen sie stattdessen in die andere Richtung. Es lohnt sich. (klm) 

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 07.11.2016
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2 Kommentare
  • Marco  Gisler 07.11.2016
    Also sooo schlecht find ich Over The Top nun auch nicht. Was wirklich ganz ganz ganz schlecht ist, ist Ghost Rider: Spirit of Vengeance. Da hab ich bestimmt 10x ansetzen müssen, bis ich den durch hatte. Aber ich will halt alle Marvel-Filme gesehen haben.

    PS: Kennt einer Kung Fury?
  • Christian  Müller aus Genf
    06.11.2016
    Vergessen zu erwähnen,dass Hollywood-Filme alle dumm sind?Wobei-das wissen wir spätestens seit Titanic. :-] Rammt im Kino einen Eisberg,kann passieren.Dann erscheint die DVD-Version.Und?Die Sache wiederholt sich.Aber sogar im TV:Wieder und wieder kracht das Schiff in den Eisberg.Bei RTL liegt noch eine Werbepause von vermutlich etwa 10 Minuten dazwischen.Mehr als genug Zeit,um auszuweichen.Aber was passiert? Genau!RUMMS!Dümmer geht nicht!Als linker Intellektueller kennt man sich damit aus.:-]