SF-Réduit Faulenzen wie im richtigen WK

  • Aktualisiert am 02.01.2012
Ein Bild mit Symbolkraft: Soldat Schwizer ruht sich mal aus.- SF

STANS – Früher war doch nicht alles anders. Auch damals lautete offenbar in der Schweizer Armee die Devise: Warten!

«Es ist schon mühsam», beklagen sich die Soldaten in der Alpenfestung. Auf Befehle warten und Däumchen drehen ist angesagt. Und da in einem «Living History»-Projekt die Bedrohungslage durch Hitlers Truppen nun mal nicht simuliert werden kann, sitzen die SF-Soldaten in der Gegenwart fest.

Nur Korporal Ammanns Männer wissen sich die Zeit zu vertreiben: Sie nehmen das Geschütz fünfmal nacheinander auseinander, um es dann wieder zusammenzusetzen. Ja, wer eine Kanone hat, kann sich glücklich schätzen. Wie Soldat Lüscher, der sogar neben «Berta» schlafen durfte.

Auch die Frauen haben die Nase voll: Immer nur Kartoffeln! Ob auf dem Feld oder auf dem Teller, immer diese Kartoffeln. Zum Glück bringt Soldat Pfeiffer Post von den Liebsten aus dem Bunker vorbei. Soldat Gaberthüel hat seiner Frau Anneliese sogar ein «Haarspängeli» beigelegt, das er in der Festung gefunden hat.

Dann «verreist» der Pöstler aber auch schon, Eintönigkeit kehrt wieder auf dem Hof ein. Dafür gehts im Bunker ab: Stromausfall! Schnell den Diesel-Generator anwerfen, und schon können die Soldaten weiter mit Licht faulenzen. Doch etwas ist noch langweiliger als das Nichtstun: Dabei zuzuschauen. (zeb)

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