Farbstift-Schummler rechnet ab mit «Wetten, dass..?» «Hätte vor 26 Jahren beerdigt werden können»

Als Farbstift-Lutscher wurde Bernd Fritz vor 26 Jahren bei «Wetten, dass ..?» berühmt. Jetzt äussert er sich zur abgesetzten Show und verrät, wie Gottschalk auf seinen Farbstift-Coup reagierte.

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Bernd Fritz (69) erlangte 1988 als Farbstift-Lutscher Berühmtheit – er war damals Chefredaktor des Satiremagazins «Titanic». Das sagt er zum Ende von «Wetten, dass ..?»:

«Hätte getrost schon vor 26 Jahren beerdigt werden können»

«‹Wetten, dass ..?› hätte getrost schon vor 26 Jahren beerdigt werden können. Denn am 3. September 1988 hatte sie ihren Daseinszweck erfüllt: nämlich, ‹Titanic› mit mehr als 20 Millionen Zuschauern bekannt zu machen. Es war die Sendung, in der ich an Farbstiften lutschte – und vorgab, die Farbe am Geschmack zu erkennen.

«Da können sich die ZDFler ihre Blamage noch mal reinziehen»

Wie ich das gemacht habe? Das kann jedermann auf 14 gerafften Seiten nachlesen (www.leinpfadverlag.com). Da können sich auch die ZD-Fler ihre Blamage noch mal reinziehen, den Kopf über sich schütteln oder, je nach Verantwortungsgrad, vor Scham im Boden versinken.

Nur Thomas Gottschalk muss nichts dergleichen. Denn er wurde gar nicht von mir hereingelegt, sondern von der, wie er es nannte, ‹öffentlichrechtlichen Schläfrigkeit›.

Gottschalk gratulierte zum Coup

Folgerichtig hatte er gleich am Tag nach der Sendung in der ‹Titanic›-Redaktion angerufen und uns zu dem Coup gratuliert. Der Mann hat eben nicht nur Format, sondern auch Sportsgeist und Humor.

Er ist gewissermassen Geist von unserem Geist. Nie vergessen werden wir ihm, wie er ein Jahr vor der Buntstift-Sendung der Fernsehnation verriet, welche Dinge er am meisten liebt, und an dritter Stelle ‹Titanic› nannte – gleich nach der Currywurst.

Gottschalk musste Moderatorenkompetenzen an «blonden Kleiderständer» abgeben

Dafür hat ihn der nachtragende Sender noch 22 Jahre später abgestraft, indem Gottschalk ab 3. Oktober 2009 einen Teil seiner Moderatorenkompetenzen an einen blonden Kleiderständer abgeben musste. Und das ihm!

Dem letzten deutschen Vertreter einer ausgestorbenen Unterhaltungsspezies, den Showmastern, die, wie einst nur Peter Frankenfeld und Hans-Joachim Kulenkampff, Bühne und Saal locker alleine beherrschten: Männer ohne Brille, Mannsbilder von Statur und Format.

Und keine Hänflinge wie Frank Elstner, bei dem man zweimal hingucken musste, um zu wissen, wer der Chef im Ring ist, oder Markus Lanz, der glaubte, die ‹Wetten, dass ..?›-Gäste (Tom Hanks!) mit einer übergewichtigen Blondine belästigen zu sollen, die sich für komisch hält.

«33 verschiedene Jahrgänge Chasselas nur am Etikett erkennen»

Gleichwohl dürfte ‹Wetten, dass ..?› kaum jemand mehr nachtrauern als ich. Hatte ich dieser Sendung doch Minuten, bevor die Nachricht ihres Hinscheidens durch die Medien ging, unter dem Pseudonym Stuart Pigott eine echte Knallerwette angeboten: 33 verschiedene Jahrgänge Chasselas nur am Etikett zu erkennen.»

Publiziert am 14.12.2014 | Aktualisiert am 14.12.2014
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Will Arnett lästert über «Wetten, dass..?»

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