Hier verraten wir ein Bank-Geheimnis! Ex-UBS-Mann macht Pornos

  • Publiziert: 03.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Fabian Zürcher

Die Grossbank wird zur Stossbank. Ausgerechnet durch einen Ex-Mitarbeiter.

Ab sofort ist die Porno-Parodie «USB – Unsere Schweizer Bank» für schlappe 29.90 Franken im Handel. Verantwortlich für den Sex-Film ist Thomas Scheurer (48, Bild), Chef der Firma Libosan. Unter dem Pseudonym Tommy von Münchhausen produziert er Pornos wie «USB». Der Film handelt von schmutzigem Geld und schmutzigem Sex. Kostprobe aus dem Drehbuch: «Die Bankdirektoren K. Billiger & O. Bögler jammern in ihrem Büro die Hucke voll, wie schlimm sie die Finanzkrise ganz persönlich getroffen hat. Da kündigt die Sekretärin Señorita Escobar an, die Drogengeld waschen will. Doch das süsse, durchtriebene Luder hat nur Blüten im Geldkoffer. Das kommt den Bankern gerade recht. Sie erpressen die Kleine und f... sie zu dritt gnadenlos ab.»

Pikant: Produzent Scheurer kennt die Finanzszene. Er war früher selbst ein UBS-Mann. «Die Bank war meine erste Arbeitgeberin. Direkt nach dem KV fing ich 1981 bei der UBS an, Abteilung Wertschriftenemissionen. Nach nur einem Jahr wurde mir das allerdings zu trocken», sagt Scheurer zu BLICK.

Also wechselte er ins schlüpfrige Genre. Und nimmt jetzt mit «USB – Unsere Schweizer Bank» seine alte Arbeitgeberin aufs Korn. Späte Rache? «Sicher nicht», winkt Scheurer ab. «Aber die UBS hat einen Bezug zur Schweiz und ist ein sehr aktuelles Thema. Und zwar eines, das ich mit Kopfschütteln verfolge.» Mit seinem Film hat Scheurer das Hin und Her nun einen Stock nach unten verlegt.

Hat Thomas Scheurer denn keine Angst vor einer Klage der UBS? Der Porno-Produzent gibt sich gelassen: «Nicht wirklich. Schliesslich ist vom Namen bis zum Logo alles stark verfremdet. Und meine Aargauer Heimatgemeinde Obersiggenthal hat auch drei Schlüssel im Wappen.» Sieht man das bei der UBS auch so entspannt? «Wir erwägen rechtliche Schritte», erklärt Sprecher Dominique Gerster.

Der Sex-Streifen wurde an der Bahnhofstrasse gedreht. Aber nicht in Zürich, sondern im aargauischen Othmarsingen. Scheurer schafft mit «USB» übrigens noch einen Bezug zur Bankenszene: Auf der DVD gibt es in Form eines «Making Of» auch Bonus-Material.

play Thomas Scheurer. (ZVG)

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