Eurovision-Bosse machen Ernst: Aus für Heilsarmee!

Eurovision-Bosse entscheiden. Die Schweizer dürfen weder ihre Uniformen, noch ihre Namen tragen.

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Soll sich die Schweiz vom Eurosong zurückziehen?

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Diesmal kommt der übliche Eurovision-Schock für die Schweiz, bevor der Song Contest überhaupt begonnen hat. Die European Broadcasting Union (EBU), Veranstalterin des Gesangswettbewerbs, hat entschieden: Die Heilsarmee darf weder unter ihrem Namen noch in ihren Uniformen antreten. Also schlicht und einfach nicht als Heilsarmee. Beim SRF gibt man sich trotz der Hiobsbotschaft gelassen. Sven Sarbach (40), Leiter Show und Events, sagt zu BLICK: «Herr Jon Ola Sand, Generalsekretär der EBU, hat bestätigt, dass ein Auftritt der Heilsarmee in Uniform möglich ist, solange es sich nicht um die Originaluniform handelt oder sie mit ihr verwechselt werden kann und der Song nicht unter dem Namen Heilsarmee eingereicht wird. Diese Information stimmt uns zuversichtlich, dass eine Lösung im Sinne aller Beteiligten möglich ist.»

Der Ball liegt bei der Heilsarmee. «Wir werden nächste Woche mit Direktion und Band zusammenkommen. Wir wollen einen Entscheid, hinter dem wir gemeinsam stehen können», so Martin Künzi (39), Sprecher der Freikirche. Das wird schwer genug. Schliesslich betonte man  stets: «Das TV-Publikum hat für uns als Gesamtpaket abgestimmt. Ohne Uniform hätten wir bestimmt weniger Stimmen bekommen.»

Sind wir zu doof für Eurovision?

Wäre eine Heilsarmee, die weder als Heilsarmee geht noch so auftritt, nicht eine Mogelpackung? «Nein, das Publikum hat den Song ‹You and Me› gewählt. Bei den laufenden Gesprächen geht es einzig um die Art und Weise, in welcher das Lied in Malmö während dreier Minuten auf der Bühne präsentiert wird», sagt SRF-Sprecher Martin Reichlin (41). Aber hätte man das nicht vorher wissen müssen? Die EBU lässt keine politischen oder kommerziellen Botschaften am Song Contest zu. Sind wir zu doof für Eurovision? «SRF liess im Vorfeld abklären, ob eine Teilnahme der Heilsarmee grundsätzlich möglich sei», so Reichlin. «Da der Song dem EBU-Reglement entspricht, stand einem Auftritt der Heilsarmee in der Schweizer Entscheidungsshow nichts im Weg.»

Dem Auftritt bei Eurovision im Mai in Malmö hingegen sehr viel, wie sich jetzt herausstellt. Für die Heilsarmee bedeutet der Entscheid das Aus. Es wären nur noch die sechs Musiker mit demselben Song.

Publiziert am 18.01.2013 | Aktualisiert am 19.01.2013
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Heilsarmee «You And Me»

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110 Kommentare
  • Jeannette  Kobler aus Waldenburg
    19.01.2013
    Die Heilsarmee hat sicher auch noch etwas anderes zum Anziehen als ihre Uniform und einen anderen Namen findet man für die sechs Personen sicher auch noch. Der Song finde ich selber gar nicht so schlecht. Das Problem ist eher bei den anderen beteiligten Ländern, wenn Diese nur schon Schweiz hören, dann fallen die Klappen herunter. Es sollten alle Beteiligten nur eine Starnummer erhalten und dabei kein Ländernamen bekannt gegeben werden, vielleicht gäbe es dann eine gerechtere Wertung für die Songs. Damit könnten auch alle anrufen egal aus welchem Land.

    Jeannette Kobler, Waldenburg
  • Yvonne  Henz-Kleger , via Facebook 19.01.2013
    Wenn es ja die Regeln gibt, wieso durften sie über haupt antreten?
    Kennt das Schweizer Fernsehen die Regeln nicht?
  • Yvonne  Henz-Kleger , via Facebook 19.01.2013
    Sauerei ist das Beste was die Schweiz in den letzten Jahren hatte!
    Schweizer Fersehen will wohl lieber Lys Assia.......
  • Manfred  Schnyder aus Wanzwil
    19.01.2013
    Kein Problem,springt einmal über den Schatten. Sonst melde ich mich für die Posaunespielen bei euch.
  • Meinrad  Schmid aus Kaiseraugst
    19.01.2013
    was soll diese Heilsarmee-Band. Das ganze ist eine Veranstaltung auf tiefstem Niveau und jetzt noch das! Was soll das ganze überhaupt. Die Österreicher habe sich schon lange zurückgezogen, warum nicht wir? Das ganze ist eine alberne Vorstellung ohne Inhalte und Bestäntigkeit? Nutzlos............