Danke, Anke! Engelke hat die «Ehre des ESC gerettet»

BAKU - 12 Points für Anke Engelke. Die TV-Moderatorin garnierte die Punktevergabe mit Kritik an Aserbaidschan und wird nun als ESC-Heldin gefeiert.

  • Publiziert: 28.05.2012

Schweden hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Doch es gibt eine Siegerin der Herzen: Anke Engelke (46) erntet viel Lob für ihre charmante Spitze gegen die autoritäre aserbaidschanische Führung.

Die TV-Moderatorin, die die Punkte für Deutschland verlas, traute sich als Einzige vor einem 100-Millionen-Publikum, die Regierung des Gastgeberlandes zu kritisieren. «Heute Nacht konnte ja niemand für sein eigenes Land abstimmen. Aber es ist gut, abzustimmen, und es ist gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf deiner Reise, Aserbaidschan. Europa beobachtet dich!», so Engelke.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber lobt: «Anke Engelke hat mir ihren klaren, klugen und charmanten Worten die Ehre des ESC gerettet.»

NDR-Intendant Lutz Marmor findet, sie habe genau den richtigen Ton getroffen. «Danke, Anke!», schwärmt er von der charmanten Politbotschaft. (aau)

Alle Kommentare (9)

  • Peter  Bauer , Zug
    Ach, Frau Engelke sollte also nichts sagen, weil es nicht ihr Job ist? Aber über Frau Engelke meckern ist schon unser Job, oder wie? Und man soll sich nicht in ausländische Staaten einmischen? Die Foren hier im Blick sind voll mit Bemerkungen, die genau das tun! Ach, ich habe vergessen - Aserbeidschan geht uns ja nichts an, davon können wir nicht profitieren. Typisch Schweizer: Gegen das Ausland meckern, wenn wir denken, wir haben Nachteile - sonst bleibt man "neutral" und sagt erst mal gar nichts... "es geht uns ja nichts an". Widerlich!
    • 29.05.2012
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  • Martin  Brummel
    Ich würde den Hut ziehen wenn sie von Anfang an Kritik geübt hätte und sich dann zurück gezogen hätte. Aber ein seichtes Sätzchen dass sowieso die meisten nicht verstanden haben und dann die Show mitmachen zeugt nicht gerade von Heldentum.
    • 29.05.2012
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  • Reto  Meier
    Wieso denken hier die Schweizer, sie könnten darüber urteilen, ob es angemessen ist, wenn eine Vertreterin eines anderen Landes ein autoritäteres Regime kritisiert? Die Schweizer sind doch neutral, halten sich so aus allem raus, nur bei den Benefits, da sagen sie nicht nein. Also, dumme Kritik sein lassen und erstmal selber irgendwann irgendeine Form von Haltung einnehmen, dann darf man sich an solchen Diskussionen auch einmal rechtmässig beteiligen.

    Danke, Anke.
    • 28.05.2012
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  • Heike  Seifert
    Ihr über alles erhabenen und klugen Schweizer, Danke, dass es euch gibt und ihr ein Auge auf die Welt und habt und überall euren Senf dazu tun könnt, aber selbst niemals den Mumm aufbringt, auch mal kritisch hinter eure Fassade zu schauen!!!
    • 28.05.2012
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    • Thomas  Zbinden , via Facebook
      Gute Frau Seifert. Ein grosser Teil der Schweizer ist in der Lage die eigenen Situation kritisch zu hinterfragen. Nur weil es für Sie gerade bequem ist, sollten Sie nicht einem ganzen Land die gleiche Denkweise einer lauten Minderheit anzudichten.
      Jetzt noch zum ESC. Die Worte von Anke Engelke sind zwar schön und nett. Leider interessiert die Menschenrechtslage in Aserbeidschan weder die schweizerische noch die deutsche Politik wirklich ernsthaft. Oder welche Sanktionen habe beide Länder, resp. deren Politik / Wirtschaft bisher ergriffen um eine Verbesserung zu erzielen?
      • 28.05.2012
      • als Kommentar auf Heike  Seifert
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  • Andreas  Müller , Zürich
    Anke Engelke ist einfach klasse! Dumm und arrogant ist ein ganz anderer Kommentar...
    • 28.05.2012
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