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Zweimal platzte Emil Steinberger (75) gestern als verwirrter Garderobier in die Sendung und sorgte für lustige Verwirrung. Noch einmal verursachte er ein heilloses Durcheinander mit Mänteln und Haken. Das Publikum applaudierte und grölte. Wie vor 30 Jahren.
Der Luzerner umrahmte die Sendung gestern mit seiner Einlage und wurde am Schluss der Sendung auf der Prominenten-Couch gross gefeiert.
Angeregt unterhielten sich Beni Thurnheer (59), Francine Jordi (31) und Roman Kilchsperger (38) mit dem Alt-Star der Comedy-Szene.
Kilchsperger schwärmte von Emils Knie-Tournee anno 1977. Für den kleinen Roman (7-jährig) war das damals das grösste. Auch Moderator Sven Epiney (36) griff zum Superlativ. Emil sei schlicht «der Grösste».
Auch die Promis, die sonst in der «Hitbox» nur Frechheiten absondern, waren bei Emil nur des Lobes voll. «Für die Deutschen ist die Schweiz Emil», sagte Sandra Studer. Und Chris von Rohr meinte ganz euphorisch: «Emil ist der Jimi Hendrix des Funny People.»
Emil Steinberger schien das Scheinwerferlicht in der Live-Sendung zu geniessen. Zwar hätte er sich noch gewünscht, dass das Schweizer Fernsehen das Thema Comedy in der Sendung etwas breiter behandelt hätte.
«Ich bin der einzige Kabarettist heute», stellte er jedenfalls fest. Und fügte schmunzelnd an: «Vermutlich wurde ich hypnotisiert, als ich zugesagt habe.»
Noch ein anderer erlebte gestern eine Auferstehung am TV: Ruedi Walter. Das Publikum kürte ihn mit seinem Ohrwurm «De Heiri hät es Chalb verchauft» aus der «Kleinen Niderdorf-Oper» zum Tagessieger.
Damit könnte es passieren, dass Ruedi Walter, der heute 92 Jahre alt wäre, nächsten Sonntag im Finale den ganz grossen Sieg holt. Obwohl er schon 1990 verstorben ist, bleibt Ruedi Walter fest in den Herzen der Schweizer.
«Die grössten Schweizer Hits» war gestern die Sendung der Legenden. Zwei, die uns so oft zum Lachen brachten, wurden gebührend geehrt.