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Im Finale von DSDS 2011 präsentiert uns Marco Schreyl zum letzten Mal die Jury: Fernanda Brandao, ihres Zeichens mehr aus- als angezogen, Sir Patrick Nuo, der DSDS-Schönheitskönig und Dieter Bohlen, der eigens ernannte Erfinder der Popmusik, oder auch Jedi- Ritter der Popmusik, der am heutigen Abend laut Marco Schreyl auch dann Recht hat, wenn er mal nicht Recht hat. (Ja, klar... !)
Dann der Rückblick, frei nach dem Motto «Das war die achte Staffel DSDS, die so erfolgreich war, wie nur die erste Staffel» und dann klopft man sich auf die Schulter und freut sich. DSDS zeigt quasi Gefühle, gepaart mit ganz viel nackter Haut, die vor allem von den weiblichen Kandidaten gezeigt wird, als sie auf den Malediven – ist ja ganz naheliegend bei einem Gesangs-Casting – im Bikini vor der Jury singen. Ist doch klar, oder etwa nicht?
Und alles ist so schön heute und die acht bereits ausgeschiedenen Kandidaten singen dann auch noch, und Sarah Engels singt darauf hin im Duett mit Pietro Lombardi. Und alles ist wirklich schön und sie betonen es auch immer wieder, wie schön alles ist und auch Dieter Bohlen findet dann auch alles so schön. Gott ist das schön!
Sarah Engels singt dann Whitney Houston und die Jury lobt, wie immer. Aber nein (!) liebe Jury, Sarah ist nicht Whitney und wird es auch nie sein!!! Doch dann Dieter Bohlen: «Ich kann mir gut vorstellen, dass Du eine kleine deutsche Whitney Houston werden könnte!» Und ja genau, Dieter trifft den Nagel auf den Kopf – klein und deutsch – mehr nicht!
Pietro Lombardi präsentiert «Dance With My Father» und Autsch – da stimmt so einiges nicht, und in gewohnter Weise heult er sich einen ab. Aber wen kümmert das: Sein Anzug ist rot und da sind auch wieder ganz viele Kinder auf der Bühne. Und auch das ist schön! Gähn!
Sarah Engels steigt in «Run» in die Lüfte auf. Ganz in weiss gekleidet, ein Engel. Yippie… Quasi auch schön! Und Pietro Lombardi bringt «Que Sera» und es ist wie man in kennt: Bunt und kinderreich.
Es folgt ein gemeinsames Duett der Finalisten. Sie sind verliebt und sie zeigen es. Auch das ist schön, so wegen der Schmetterlinge und so. Gar nicht schön dagegen die gesangliche Leistung: Das Duett ist überschrien und gespickt mit falschen Tönen. Aber egal. Sie mögen sich und nur das zählt. Wie gesagt, sie finden alles schön.
Was für ein Wischi-Waschi-Finale! Das Gefühl der Konkurrenz ist raus. Da kämpft niemand mehr!
Endlich, die Single wird präsentiert. Der Song aus Dieter Bohlens Feder ist in der Strophe für Sarah zu tief, aber der Refrain passt zu ihr. Dagegen ist der Song auf Pietro perfekt zugeschnitten. Er singt ihn groovy und mit viel mehr Freude und Power.
An dieser Stelle präsentiert Pietro Lombardi bereits eine Sieger-Single. Er singt sie definitiv besser als Sarah! Egal ob man Pietro mag oder nicht, er singt diese Single einfach besser!
Und so entscheidet sich das Publikum: Pietro Lombardi ist Superstar 2011. Eigentlich war das klar vom ersten Moment an. Klar hab ich mir als Gegenspieler lieber Sebastian Wurth oder eben auch Ardian Bujupi gewünscht. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, war es ganz klar. Ich kaufe diese Single nicht, aber ich wünsche Pietro Lombardi viel Erfolg für seinen zukünftigen musikalischen Weg.