
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
So, das ist der Eine: der Menowin. Hart und böse, doch mit butterweicher Stimme. Er hat viel auf dem Kerbholz, aber wen stört das schon – Rock `n`Roll – in der Musik ist alles erlaubt. Wenn er singt, dann ist das nicht schlecht, nur leider schlechter als in den ersten Motto-Shows. Menowin hat ein paar Lieblings-Sänger wie Michael Jackson und die gilt es zu imitieren. Den kann er besser als Stevie Wonder, wenn wir uns an seine Darbietung von «Ill Be There» erinnern. Da war er echt toll. Die Töne gut, das Feeling unschlagbar, eine feine Sache.
Da vergass man schon fast die starren Augen, die immer gleichen Tanzschritte und dieses Handgeschüttele, das sogar ich nach der dritten Sendung nicht mehr sehen konnte und wollte. Doch nach der achten Mottoshow ist Menowin musikalisch langweilig geworden. Da kommt nichts Neues, er hat alles gezeigt, was zu zeigen war. Sogar die künstliche Freude über sein Weiterkommen während der Entscheidungsshows bleibt seit einiger Zeit immer gleich. Nervig! Aber er hat seine Fans und scheint sich derer sicher zu sein.
Seine Fans lieben Menowin. Was hörte ich neulich erst? Ein Mädchen schrie und heulte und fand Menowin «voll asozial geil». Na denn «Super Deutschland!»
Und da wäre noch der Andere: der Mehrzad. Der ist das totale Gegenteil, Menowins Gegenpol. Er ist der Brave und Aufgeräumte, der gut Erzogene, der, der seiner Freundin vor laufender Kamera und einem Millionenpublikum einen Heiratsantrag macht. Der Erwachsene. Der Beschützer vor allem Bösen.
Wenn er Balladen singt, dann überflutet er sein Publikum mit wahren Emotionen und einer warmen, samtigen Stimme. Und er singt wirklich gut. Trifft seine Töne und egal was er singt, er macht das Beste draus. Der wurde von Show zu Show besser, hat sich reingearbeitet, sich reingesungen, hat sich an die Situation gewöhnt und uns alle überrascht.
Klar, auch er hat einen Lieblingssänger (Anm. Xavier Naidoo), aber penetriert hat er uns damit nicht. Gott sei Dank! Und er sieht gut aus, der schöne Mehrzad. Manchmal läuft er dennoch Gefahr ein wenig langweilig zu wirken, gerade im Vergleich zu Menowin. Der hat ja richtig viele Skandale, die Presse liebt ihn; und Mehrzad kann da nicht mithalten. Aber muss er das denn? Seine Fans sind um einiges leiser als die von Menowin. Vielleicht werden aber seine auch nur nicht so oft gezeigt. Aber in der Unterzahl sind sie nicht! Witzigerweise hat Mehrzad auf «facebook» sogar mehr Fans.
Also, wenn der eine brav, der andere weniger brav ist. Wenn der eine mehr Fans hat als der andere. Wenn also der eine besser singen kann, dabei auch ehrlicher und sympathischer wirkt, der andere aber «interessantere» Stories liefern kann, wer sollte dann «Superstar» werden?
Ich wüsste, wen ich wählen würde. Und ihr?