Ex-Kandidaten schiessen gegen RTL «DSDS-Knebelverträge brechen Musikern Genick!»

  • Publiziert: 10.02.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

KÖLN – In Dieter Bohlens Trällerverein fielen zwei Kandidaten positiv auf: Meike und Joel. Leise verschwanden sie plötzlich von der Bühne. Und erheben jetzt schwere Vorwürfe gegen RTL.

Joel Havea und Meike Büttner flogen hochkant raus. Die beiden Sänger schafften es nicht unter die Top 15 bei «Deutschland sucht den Superstar». Doch statt mit Pauken, Trompeten und fiesen Kommentaren von der Bühne abzutreten, machten sie sich klammheimlich aus dem Staub.

Eine Überraschung – denn eigentlich war die DSDS-Jury voll des Lobes für die beiden 27-Jährigen. Und trotzdem schnitt sie RTL in der letzten Recall-Sendung komplett raus. Jetzt erheben Joel und Meike schwere Vorwürfe.

Auf «Facebook» und «MySpace» beziehen sie Stellung. Joel: «Ich bin nicht freiwillig ausgestiegen, die Jury hat gemeint, dass mein Stil nicht zu DSDS passt.» Meike findet härtere Worte: «Echte Musiker – wie Joel und ich – müssen also an diesem Punkt der Sendung sowieso ausscheiden! Das liegt an den Verträgen.»

Wer unter die Top 15 komme unterschreibe einen Vertrag, der für jeden ernstzunehmenden Musiker Genickbruch bedeute, behauptet Meike. 2007 gerieten einige Klauseln an die Öffentlichkeit: So übertragen die Kandidaten einen grossen Teil ihrer Persönlichkeitsrechte an den Sender. Nur ihre Tagebucheinträge bleiben privat.

Auch nach der Show gehören sie dem Sender. Während sechs Monaten dürfen sie an keinen Talent-Shows teilnehmen oder Schauspiel-Angebote annehmen. Das Management liegt sogar noch drei Jahre bei RTL.

Doch warum schnitt RTL die Auftritte von Joel und Meike aus der Sendung raus? Auch dafür hat Meike eine Erklärung: «Weil Joel – und übrigens auch ich – an diesem Abend grandios waren, muss man diese Auftritte eben raus schneiden, weil unser Rauswurf sonst nicht plausibel wäre.» (b3i)

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