Artemis Gounaki über DSDS Bye, bye, Bubi Basti!

  • Publiziert: 17.04.2011, Aktualisiert: 03.01.2012

Ein Mister Lover-Lover, eine Bewegungs-Legasthenikerin und Lobhudelei – Ex-MusicStar-Jurorin Artemis Gounaki über «Deutschland sucht den Superstar».

Wow! So unfassbar übergross! So einzigartig! DER EINE! In einer überdimensionalen Projektion stiefelt ER über die Bühne! Der «blondeste King Kong aller Zeiten» – Marco Schreyl

übertrifft sich heute – DER WAHRE EINE! Der – und jetzt bitte festhalten – ERFINDER DER POPMUSIK! Sogar JLo soll auf ihn vertrauen, ihre persönliche Nachricht hat das untermauert! Yeah! Dieter Bohlen! Er soll quasi den Nr. 1 Charthit von Frau Lopez voraus gesagt haben. Weil doch die Kandidaten ihren Song performed haben. Ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus! Wahnsinn! Will DSDS denn tatsächlich die komplette Zuschauerschaft veräppeln? Oh Mann. Dabei habe doch ich, als ich den Song zum ersten Mal hörte, ganz klar gesagt: «Also, das wird Jennifers erste Nummer Eins in Deutschland!»

«Schnuckelchen» Fernanda Brandao und «der schönste Schweizer aller Zeiten» Patrick Nuo sehen neben so viel Brillanz ziemlich düster aus. Nein! ich möchte fast sagen, dass die «Schuhkritikerin» und der «Gänsehaut»-Spezialist neben dem «Chef»-Juror gar in die Unsichtbarkeit verschwinden. Typisch Hilfsjuroren eben.

Marco Schreyl bringt den Satz des Abends. «Zusammen sind die Kandidaten super!», sagt er. Und ich frage mich, was sie einzeln sind. Schlecht? Belanglos? Quälend? Mittelmäßig?

Und so beginnt eine weitere Mottoshow von DSDS – die Dreifaltigkeit – wo doch jetzt Ostern ist und jeder Kandidat drei Songs singen soll. Drei Songs? Oh mein Gott. Der Abend wird lang. Meine Ohren werden malträtiert. Aua!

Ardian Bujupi kann nicht halten, was er vergangene Woche versprochen hat und da steht er und quält mich. Und er bringt nichts Neues und trifft meine Ohrmuschel in empfindlich stechenden Gegenden. Tonal schlecht!. Er klingt gedrückt, gequält! Die Tonart tiefer gewählt würde ihm wirklich gut tun. Aber nein! Ardian schreit statt zu singen, doch egal: Die Brust ist offen, die Brustbehaarung sichtbar und das soll doch bitte schön reichen für einen Superstar.

Der «stubenreine» Marco Angelini verkackt seine erste Performance total. Was um Himmels willen singt der Doktor da? Die Jury hat klare Worte. Worte die wir zwar alle schon ein dutzend Mal gehört haben, aber – und jetzt wollen wir doch Mal ehrlich sein – nichts weiter bedeuten. Sie mögen Marco eben nicht. Er ist nicht echt. Hat keinen Wiedererkennungswert. Braucht kein Mensch! Yepp! Genau. Sein zweiter Auftritt ist besser, der dritte peinlich. Und die Jury windet sich und verliert sich in Widerspruch und viel Blabla. Wollt ihr ihn wirklich raus haben? So wird das nichts!

Balladen-Usche Sarah Engels langweilt mich zu Tode. Bei ihr habe ich tatsächlich die meisten Probleme zuzuhören. Sie ist so unwichtig wie sonst irgendetwas. Sie ermüdet mich. Diese Bewegungs-Legasthenikerin macht mich fast schon zornig. Brandao sieht ein «Riesenpotential» in ihrem Talent! Was? Welches? Wo? Soll man eine Sarah Engels wirklich mit den großen Sängerinnen dieser Welt auf eine Stufe stellen? Ist das euer Ernst? Dieses Kind – stimmungslos, performancelos, echter Gefühle unfähig – mag eine Karaoke-Bar unterhalten können, aber doch nicht die großen Bühnen dieser Welt.

Und Pietro Lombardi? Viel gelobt, viel geliebt! Er hat die Grenzen der Erträglichkeit jetzt definitiv überschritten. Seine erste Performance ist ein Desaster, aber man liebt ihn. Song zwei soll unter die Haut gehen, aber anscheinend hat niemand der anwesenden Juroren je das Original gehört. Das sind wahre Gefühle, mit Leichtigkeit gesungen. Das schafft ein Pietro nicht! Er hickst sich einen ab und überkonzentriert sich auf den Text. Ist ja auch schwer, nicht wahr? Man stelle sich vor, eine Jury lobt einen potentiellen Superstar dafür, dass er seine Texte kann. Das ist das Lächerlichste, was ich je gehört habe. Pietros dritten Song haben wir bereits von Menowin Fröhlich mit Mehrzad Marashi gehört. Und? War das nicht viel besser? Doch heute freut sich die Jury über Pietros Mittelmäßigkeit? Lachhaft!

Sebastian Wurth ist der Pechvogel des heutigen Abends. Er hatte so einige Tonhänger, aber er hat es definitiv nicht verdient vor einer Sarah Engels, einem Marco Angelini, einem Ardian Bujupi oder auch einem Pietro Lombardi diesen Wettbewerb zu verlassen.

Hallo ihr Lieben!

Viele werden sagen: «Yeah, Zazou ist weg...! Da kann doch der Wettbewerb endlich losgehen.» Ich nicht! Denn wer bitte soll denn nun noch wettbewerben? Sarah Engels etwa? Ihres Zeichens Möchtegern-Diva? Oder Mister-Lover-Lover Ardian Bujupi. Ich sehe schwarz für die ach so großen und talentierten – man lasse das folgende Wort auf der Zunge zergehen – Superstars der diesjährigen Staffel DSDS. Hier nun meine Kritiken und Einschätzungen zu den Performances der Kandidaten von DSDS 2011. Eure BLICK–«Deutschland sucht den Superstar»–Jurorin (H)Artemis

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